Spitzel im Kinderzimmer: Diese Barbie kann Kinder ausfragen und verpetzen

Eine neue, sprechende Barbie kann sich dank Sprachsoftware mit euren Kindern unterhalten - und speichert die Antworten beim Hersteller.

Was kann die sprechende Barbie genau?

Ein Kindertraum wird wahr: Schon bald kann Barbie beim Spielen ganz entspannt plaudern, wie eine echte Freundin. Klar, sie konnte schon früher auf Knopfdruck Weisheiten wie "Mathe ist so anstrengend!" und "Lass uns einkaufen!" ausspucken. Aber die "Hello Barbie", die jetzt offiziell vorgestellt wurde, ist viel schlauer: Ähnlich wie Apples iPhone-Assistentin "Siri" ist sie per WLAN mit den Servern von Hersteller Mattel verbunden und kann ein richtiges Gespräch führen.

Moment mal, was wird denn da alles über mein Kind gespeichert?

Ah, kein Grund zur Sorge! Die Barbie merkt sich zwar jedes Wort, das um sie herum gesprochen wird - aber es geht ja nur um unschuldige Beste-Freundinnen-Kicherei zwischen Kind und Puppe: Wen man gerade mag, was man später für einen Job haben möchte...

Ähm, was?

Jaja, die Barbie übernimmt auch gleich die Berufsberatung, hat Mattel angekündigt. Da sie in ihrem Leben so ziemlich jeden Job schon mal hatte, ist sie bestens qualifiziert. Außerdem hat sie schon viel Erfahrung im Beraten und Aufklären von Heranwachsenden. Vor ein paar Jahren gab es etwa diese "Skipper ist in der Pubertät und kriegt Brüste"-Puppe:

Und auf irgendeinem Server liegen dann alle Gespräche rum, die mein Kind über sein Leben, seine Zukunft und seine Interessen führt?

Barbie vergisst nichts, das wäre sonst ja auch peinlich beim Smalltalk im Kinderzimmer. Außerdem erzählt sie die interessantesten Sachen gleich ihren anderen besten Freundinnen in der Marketing-Abteilung von Mattel.

Ich glaube, ich muss mich kurz übergeben.

Nur zu, Barbie ist ja noch nicht in Hörweite - Verkaufsstart der vernetzten Puppe ist erst später im Jahr. Aber man muss das auch nicht immer alles so kritisch sehen. Die "Hello Barbie" ist in Wahrheit ein Riesengeschenk für die Eltern.

Ach was?

Klar! Wenn man bei Mattel schlau ist, baut man noch eine Schnittstelle für Eltern-Ansagen ein - und schon kann man alle lästigen Pflichten an Barbie abgeben.

Sowas wie "Räum dein Zimmer auf!"?

Genau. Standpauken, "Ab ins Bett"-Diskussionen, "Wer war es?"-Verhöre von Geschwistern - das kann man mit etwas Glück irgendwann alles im Abo-Paket kaufen. Vielleicht sogar mit Antworten auf unbequeme Fragen wie "Warum kümmern sich meine Eltern so wenig um mich und übergeben den Job einer Puppe?".

Video: Die sprechende Barbie in Aktion

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