Flüchtling baut genialen Vorlese-Stuhl - und alle wollen ihn haben!

Jawad aus Afghanistan hat mit seinem selbstgebauten Vorlese-Schaukelstuhl einen Internet-Hit gelandet. Nun kann man die besonderen Stücke auch kaufen.

Kinder lieben Schaukelstühle. Und sie lieben Vorlesen. Doch bislang ließen sich beide Leidenschaften nur schwer verbinden, es sei denn, die vorlesenden Eltern hatten Lust, sich von mehreren zappelnden Kindern zerquetschen zu lassen.

Was ein Vater hier für seine Kids gebaut hat, ist der WAHNSINN!

Doch nun gibt es eine Lösung dafür: Jawad, ein Handwerker aus Afghanistan, hat einen Schaukelstuhl gebaut, auf dem drei Kinder und ein vorlesender Papa ganz bequem Platz finden. 

Das wunderschön gearbeitete Teil aus Holz hat zwei Seitenstühle, die man optional anhängen kann, wenn noch mehr Zuhörer mitschaukeln wollen. Was für eine tolle Idee!


Und diese Idee könnte Jawad sogar eine neue Existenz ermöglichen: Der Afghane lebt nämlich mit seiner Frau und fast zweijährigen Tochter derzeit in einem Flüchtlingscamp in Wien. Dort lernte er Regina Drilik kennen, eine ehrenamtliche Helferin, mit der er schon zusammen einen Raum für Kinder im Flüchtlingscamp eingerichtet hat.

Drilik war es auch, die die Idee für den Schaukelstuhl hatte. "Ich habe auf Facebook einen Post gesehen mit einem ähnlichen Produkt aus den USA, von dem sehr viele Mütter ganz begeistert waren", sagt Drilik gegenüber BRIGITTE.de. Sofort dachte sie, dass der geschickte Jawad so einen Stuhl sicher auch bauen könnte.

Der sagte sofort zu und zusammen mit Hilfe des Wiener Tischlers Peter Braunsteiner, der seine Werkstatt zur Verfügung stellte, baute Jawad den ersten Protostuhl, den Regina Drilik auf Facebook veröffentlicht hat.

"Ich hätte nie gedacht, was das für einen Hype auslösen würde!" sagt Drilik. 

Nun soll das Teil in Serie gehen. Über die Facebook-Seite JAWAD Style kann man den handgefertigten Stuhl für 699 Euro bestellen, der Vertrieb wird über die Tischlerei von Peter Braunsteiner abgewickelt. Die ersten Bestellungen sind schon eingegangen.

"Es wäre toll, wenn sich Jawad so etwas aufbauen könnte", sagt Regina Drilik. Inzwischen sei er als Flüchtling anerkannt und habe gute Chancen, mit seiner Familie in Wien bleiben zu können.

Wir wünschen ihm dabei viel Erfolg!

miro
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