7 Dinge, die Ü35-Frauen mit Kinderwunsch nicht mehr hören wollen!

Eigentlich ist unsere Gesellschaft doch schon viel liberaler geworden, was eine Schwangerschaft Ü35 angeht. Im Alltag bekommen Ü35-Frauen allerdings immer noch was zu hören. 7 Sätze, die man sich sparen kann!

Die Zeiten, in denen man in den frühen 20ern schwanger wurde, sind längst vorbei. Der bundesdeutsche Durchschnitt für die erste Schwangerschaft liegt bei etwa 30 Jahren. Doch was ist mit den Frauen, die "schon" über 35 sind, sich Kinder wünschen, aber noch keine haben? Die werden immer noch schief angeguckt oder mit immer gleichen Fragen durchlöchert. Diese sieben Sätze wollen Frauen Ü35 nicht mehr hören:

1. "Du gehörst ja dann zu den Müttern fortgeschrittenen Alters ..."

Im Englischen gibt es die Bezeichnung "Advanced Meternal Age", kurz AMA. Damit sind Frauen gemeint, die 35 plus x Jahre alt sind und erst dann zum ersten mal schwanger werden. Im Deutschen macht sich gerade die Übersetzung "fortgeschrittenen Alters" breit für jene Mütter. Doch eine Mittdreißigerin indirekt als "alt" zu bezeichnen, ist doch irgendwie absurd! Dieser Stempel, der den Ü35-Schwangeren aufgedrückt wird, ist nicht charmant und kann getrost aus dem Wortschatz gestrichen werden – danke!

2. "Du kannst dich ja künstlich befruchten lassen ..."

Bitte was?! Mit 35 ist man noch nicht in den Wechseljahren – da geht das mit der Befruchtung auch noch auf natürliche Weise. Diesen Pseudo-Ratschlag kann man sich bitte getrost sparen! Natürlich geht es ab 35 statistisch gesehen nicht mehr so flott wie mit 25. Aber man muss ja nicht direkt vom Schlimmsten ausgehen!

3. "So spät? Dann bist du ja schon fast in Rente, wenn dein Kind aus dem Haus ist ..."

Danke fürs Vorrechnen – Ironie off. Ü35-Müttern ist schon klar, dass die Zeit nicht stehen bleibt, wenn sie ein Kind bekommen. Und dass sie vielleicht wirklich kurz vor der 70 stehen werden, wenn das Kind den 30. Geburtstag feiern wird. Und nein, es ist tatsächlich nicht der schönste Aspekt an einer späten Schwangerschaft – aber auch nicht der wichtigste! Dann ist man halt schon in Rente, wenn das Kind sein Studienabschluss feiert oder eben 30 wird – da hat man doch glatt mehr Zeit, um die Feier zu organisieren!

4. "Ich habe meine Kinder ja lieber früh bekommen ..."

Ja, gratuliere! Das ist auch der Ü35-jährigen nicht entgangen. Und das ist total okay – jede Frau, jedes Paar soll die Entscheidung bitte individuell für sich fällen. Kinder kriegen oder arbeiten? Es ist eine Sache der eigenen Prioritäten – und die muss jeder selbst für sich setzen. So wie es okay ist, dass eine Frau jung Mutter wird, sollte es auch okay sein, wenn sich eine Frau erst mit Ende dreißig zu einer Schwangerschaft entschließt. Wenn junge Mütter also schon diesen immer ungebetenen Kommentar von sich geben, dann bitte ohne den vorwurfsvollen Unterton!

5. "Denk doch mal an die Risiken der späten Schwangerschaft ..."

Ja, das tun Ü35-Frauen mit Kinderwunsch tatsächlich auch dann, wenn sie nicht von anderen dazu angestiftet werden. Schon klar: Ab 35 steigt die Gefahr von Schwangerschaftsdiabetes, Chromosomenanomalien und Co. Vermutlich wissen Ü35-Frauen mit Kinderwunsch sogar viel besser über mögliche Risiken Bescheid, als diejenigen, die "zum Nachdenken" anregen wollen. Mit diesem Satz beruhigt man die betroffene Frau aber nicht und hält auch nicht die Zeit an. Es ist ein Satz, den man sich nur zu gerne sparen kann, weil er eben nur eins verursacht: Eins schlechtes Gefühl bei Frau Ü35. Bitte: Schluß damit!

6. "Wirst du dann noch genug Energie haben für ein Kind?"

Ob man genug Energie für ein Kind aufbringen kann, ist nicht unbedingt eine Altersfrage, sondern eine Frage der Persönlichkeit, Reife, Gesundheit und Fitness. Vor allem heutzutage sind einige 40-Jährige aktive Vegetarierinnen häufig energiegeladener, als 20-jährige sportmeidende Fast-Food-Junkies. Eine Verbindung zwischen dem Alter der Mutter und der Energie für's Kind herzustellen, ist also nicht sonderlich logisch. Zudem Ü35 ja nicht gleichbedeutend ist mit 70! Wer Ende dreißig ist, braucht noch keinen Krückstock und ist vielleicht sogar energievoller als in jüngeren Jahren, da er sich inzwischen viel mehr mit dem Thema Ernährung und Gesundheit auseinandersetzt.

7. "Star XY hat gerade ihr erstes Kind bekommen – mit über 50! Unfassbar ..."

Ja, immer wieder bekommen Frauen erst spät ihr erstes Kind. Und immer wieder sorgt es noch für Schlagzeilen, wenn diese Frauen im öffentlichen Interesse stehen. Doch warum immer noch dieser Schock? Dieses latente Verurteilung? Die darin mitschwingende Unterstellung, es wäre verantwortungslos, so spät noch ein Baby zu gebären (auf welche Art auch immer) kann man ebenso an sehr junge Mütter weitergeben, die selbst noch nicht bodenständig sind, aber schon Kinder bekommen. Gegenseitige Beschuldigungen machen keinen Sinn – also kann man sich die von vornherein sparen ...

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