Adele spricht über ihre Postnatale Depression

Mega-Star Adele spricht in der „Vanity Fair“ offen über ihre Gefühle als Mutter - und wie die Geburt ihres Sohnes sie in eine tiefe Krise stürzte. 

2012 hat Adele ihren Sohn Angelo zur Welt gebracht. Im Rahmen eines großen Poträts in der Zeitschrift „Vanity Fair“ spricht die Britin nun ungeschönt über die Herausforderungen des Mutterseins – und verrät ganz nebenbei, ob sie sich für ihren Mann die Beine rasiert (ihre Fans können sich die Antwort vermutlich denken ... ;-).

Trauriges Kind

Über den Druck, Mutter zu werden

Als die Journalistin Lisa Robinson ihr sagt, dass sie es mutig von ihr finde, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ein Kind zu bekommen, antwortet Adele: “Tatsächlich finde ich, dass es am mutigsten ist, kein Kind zu bekommen; alle meine Freunde und ich spürten den Druck, Kinder zu bekommen, weil es das ist, was Erwachsene tun.“

Über die Fremdbestimmung durch das Kind

„Ich liebe meinen Sohn mehr als alles andere, aber wenn ich zwischendurch mal ein oder zwei Minuten habe, wünsche ich mir, das tun zu können, was ich verdammt nochmal tun will, und zwar wann ich will. Das geht mir jeden einzelnen Tag so.“

Als sie gefragt wird, ob sie noch weitere Kinder möchte, sagt sie: „Ich glaube nicht ...“

Über ihre Postnatale Depression

Als Grund nennt sie ihre Angst vor einer erneuten Depression. „Ich habe zu viel Angst. Ich hatte eine wirklich schlimme Postnatale Depression nach der Geburt meines Sohnes, und das hat mir Angst gemacht. (...) Ich war besessen von meinem Kind. Ich fühlte mich sehr unfähig; ich hatte das Gefühl, die schlimmste Entscheidung meines Lebens getroffen zu haben. Irgendwann sagte ich einfach: ‚Ich gebe mir einen Nachmittag pro Woche, um das zu tun, was zum Teufel ich tun will, ohne mein Baby.’ Eine Freundin fragte mich daraufhin: ‚Wirklich? Fühlst du dich nicht schlecht dabei?’ Ich sagte, doch, aber nicht so schlecht, als wenn ich es nicht tun würde.“

Vier ihrer Freundinnen hätten ebenfalls nach der Geburt ihrer Kinder an einer Depression gelitten, wären aber zu beschämt gewesen, um darüber zu sprechen. „Sie glaubten, alle würden denken, sie seien eine schlechte Mutter, aber das stimmt nicht. Es macht dich zu einer besseren Mutter, wenn es dir selbst besser geht.“

Hat sie Antidepressiva genommen? Nein, nein, nein, versichert Adele. Aber auch sie habe mit niemandem über ihre Depression gesprochen.

Über andere Mütter

Ihr Freund habe ihr zwar geraten, sich mit anderen jungen Müttern auszutauschen, aber sie habe nur gesagt: „Scheiß drauf, ich hänge nicht mit einem verdammten Haufen Müttern rum." Dann näherte sie sich doch anderen Frauen mit Kindern an, weil sie feststellte, dass sie "ein bisschen geduldiger" sind. "Du redest mit jemandem, aber du hörst nicht richtig zu, weil du so verdammt müde bist. Meine kinderlosen Freunde waren genervt von mir, und ich wusste, ich konnte meinen Freunden, die Kinder haben, absoluten Brei erzählen und wir würden uns gegenseitig nicht verurteilen.“

Über ihre Ängste 

„Seit ich mein Baby habe, bin ich nicht mehr so sorglos wie früher. Ich habe jetzt vor vielen Dingen Angst, weil ich nicht sterben will; ich will für mein Kind da sein. Ich bin sehr vorsichtig geworden, das war ich früher nie. Ich habe auch früher nichts getan, was mich umbringen würde, aber jetzt vermeide ich alles, was im Entferntesten gefährlich sein könnte  – wie auf dem Bürgersteig zu gehen. Ich gehe lieber auf dem Grünstreifen oder auf der Wiese als auf dem Asphalt, damit kein Auto in mich reinfährt.”

Über die Ehe

Adele sagt, dass sie nicht mit dem Kindsvater verheiratet sei, weil sie das nicht brauche. Sie finde, dass ein gemeinsames Kind die größere Verbindlichkeit ist. Ob sie sich für ihren Freund die Beine rasiere, will die Autorin noch wissen. Adele verneint. “Ich lasse mir von keinem Mann sagen, meine verdammten Beine zu rasieren. Rasier dir deine.”

 

 

sar
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