Erschreckende Erkenntnis: Das fehlt Kindern in Deutschland am meisten

Ihnen fehlt weder Zuwendung noch das neueste Handy - Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden am häufigsten unter mangelnder Sicherheit an der Schule. 

Die wichtigsten Themen für Kinder und Jugendliche in Deutschland sind Vertrauen, Zugehörigkeit, Sicherheit und Selbstbestimmung. Bei diesen Themen kommen die meisten Eltern gut weg, die Heranwachsenden stellen ihnen ein gutes Zeugnis aus. So weit, so gut.

Verrückt: Dieses Paar setzt andere Prioritäten als die Fruchtblase platzt

Das ist ein erfreuliches Ergebnis der repräsentativen Studie Children's Worlds+ im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, für die rund 3500 Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 14 Jahren zu verschiedenen Themen befragt wurden.

Die meisten Kinder und Jugendlichen fühlen sich an ihrer Schule nicht sicher

Erschreckend ist jedoch die Erkenntnis, dass viele Kinder an ihrer Schule körperliche und psychische Gewalt erleben. Viele beklagten, an ihrer Schule gehänselt, gehauen oder ausgegrenzt zu werden. 

Die Erfahrungen unterscheiden sich je nach Schultyp etwas: In Gesamt- und Sekundarschulen gaben 39 Prozent der Befragten an, mindestens zwei der genannten Übergriffsformen (Hänseln, Hauen, Ausgrenzen) erlebt zu haben, rund 35 Prozent an Haupt- und Realschulen sowie 29 Prozent an Gymnasien. Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, dazu:

60 Prozent und damit mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen erfährt in der Schule Ausgrenzung, Hänseleien oder sogar körperliche Gewalt, insgesamt ein Viertel fühlt sich an ihrer Schule nicht sicher. Die Politik ist hier gefordert, Kinder und Jugendliche besser zu schützen.

Kinder mit materiellen Sorgen erleben in der Schule häufiger Gewalt

Die Studie zeigte außerdem, dass finanziell benachteiligte Kinder häufiger gemobbt und gehauen werden als Gleichaltrige ohne finanzielle Sorgen. Sie fühlen sich zu Hause, in der Schule und Nachbarschaft häufiger nicht sicher.

Hinzu kommt: Sie besitzen weniger Dinge, die in Deutschland zu einer normalen Kindheit dazu gehören und haben weniger Möglichkeiten, Dinge mit ihren Freunden zu unternehmen, die Geld kosten. Dräger fordert deshalb: "Wir müssen Kinderarmut konsequenter vermeiden. Das verbessert die materielle Situation der Betroffenen, lässt sie weniger Sorgen erleben und seltener Opfer von physischer und psychischer Gewalt werden."


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