DAS ist das Einzige, das ich am Schwangersein liebe ❤️

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Katrin, ich bin 30 Jahre alt und zum ersten Mal schwanger. Ich bin kein Fan von der Schwangerschaft an sich – aber es gibt sie, diese eine Sache, die ich am Schwangersein liebe...

Wenn man zum ersten Mal schwanger ist, ist man auf so ziemlich gar nichts vorbereitet – ganz gleich, mit wie vielen Mamas man spricht, egal wie viele Bücher und Artikel man vertilgt. Wie sich eine Schwangerschaft wirklich anfühlt, weiß man erst, wenn man selbst schwanger ist. Nicht zuletzt deswegen, weil es jede Frau anders erlebt.

Mich hat es, glaube ich, ganz gut getroffen, wenn ich mein Befinden mit dem anderer Schwangerer vergleiche. Vor Übelkeit im ersten Trimester war ich zwar nicht gefeit, vom Erbrechen blieb ich allerdings verschont. Aktuell bin ich in der 27. Schwangerschaftswoche und muss mich nicht über geschwollene Füße beklagen, wie andere mir bekannte Mütter in diesem Stadium. Der wachsende Babybauch hat zwar schon meine Kondition gemindert (vor allem beim Treppensteigen), hindert mich aber (noch) nicht daran, auf dem Rücken zu schlafen.

Wie sich eine Schwangerschaft wirklich anfühlt, weiß man erst, wenn man selbst schwanger ist

Trotzdem kann ich mir Schöneres vorstellen, als das Schwangersein. Ich gehöre nicht zu den Müttern, die die Schwangerschaft als "wunderschön", "sooooo toll" oder "traumhaft" empfinden. Sondern gehöre eher zu jenen, die über die Umstände meckern, weil sie einem den Alltag erschweren. Tut mir leid, aber ich kann anhaltender Müdigkeit nun mal nichts Positives abgewinnen. Und auch der Verzicht auf das Gläschen Wein bei einem schicken Restaurantbesuch lässt mich nicht gerade Freudensprünge machen.

So, genug gemeckert. Denn eine Sache gibt es da doch noch, für die ich mich beim Schwangersein erwärmen kann. Und die ist für mich tatsächlich einzigartig, ja nahezu magisch – weil man sie außerhalb der Schwangerschaft wirklich niemals erleben kann: Die Tritte des Babys im eigenen Bauch.

Erst in diesem Moment realisiert man, dass im Bauch ein eigenes Leben entsteht

Ich werde es niemals vergessen, wie ich das erste Mal gespürt habe, dass sich in mir etwas bewegt. Obwohl man zu jenem Zeitpunkt schon einige Wochen von seiner Schwangerschaft weiß, realisiert man erst in diesem Moment, dass da ein eigenes Leben entsteht – mitten in dir drin!

Die Bewegungen des Babys werden mit der Zeit immer intensiver. Sie sind deutlicher zu spüren und werden hin und wieder sogar sichtbar. Auch den Moment werde ich nicht vergessen, als mein Freund und ich abends im Bett lagen und ich plötzlich sagte: "Oh mein Gott, hast du das gesehen?!" Ich konnte es nicht fassen, dass man die Kindsbewegung richtig von außen betrachten kann. Diese Wölbung, diese kleine Beule, die in einer Art Wellenbewegung über deine Bauchdecke gleitet. Einmal, zweimal, dreimal.

Diese Wölbung, diese kleine Beule, die in einer Wellenbewegung über die Bauchdecke gleitet

Es ist unfassbar. Unfassbar spannend. Unfassbar einzigartig. Unfassbar genial. In diesem Moment wird man gewahr, was die Natur Unglaubliches hervorzubringen vermag. Aus einem Zellhaufen entsteht ein winziger Mensch – und das im eigenen Körper.

Ich kann es nicht anders sagen, als dass ich dieses unbeschreibliche Gefühl liebe. Es macht mir nichts aus, dass der kleine Fratz in mir gerade abends am aktivsten ist, wenn ich zur Ruhe komme und entspanne. Ganz im Gegenteil: Erst dann habe ich auch die Zeit, mich diesem kleinen Wunder zu widmen, es zu betrachten, es zu berühren.

Wie sich jede Bewegung anfühlt, ist spektakulär. In der Regel spürt man die Füßchen, manchmal auch die Ärmchen des Babys rumfuchteln. Mal ist es ein leichter, rascher Druck, vergleichbar mit einem zarten Pochen; mal ist es ein ausgiebiger Tritt, der einen ins Staunen versetzt.

Dieses exklusive Erlebnis wird man niemals vergessen – das Alleinstellungsmerkmal einer Schwangerschaft

Vielleicht liegt ein Teil des Zaubers auch darin, dass diese Bewegungen so vergänglich sind. Sie auf einem Video, geschweige denn Foto zu erfassen, ist nahezu unmöglich. Ich zumindest bin bislang kläglich daran gescheitert. Doch vielleicht ist das auch gar nicht nötig. Dieses einzigartige exklusive Erlebnis wird man niemals vergessen – denn es passiert ausschließlich in der Schwangerschaft und danach niemals wieder.

Wenn es also etwas gibt, was ich am Schwangersein mehr als alles andere schätze, sind es die Regungen, Schwingungen, Impulse meines Babys, die ich in mir spüre. Dieses Phänomen, ja Alleinstellungsmerkmal einer Schwangerschaft, ist es, das mich als werdende Mama verzaubert – und für alle Unannehmlichkeiten des Schwangerseins vollends entschädigt...

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