6 Baby-Mythen, auf die Mütter getrost pfeifen können!

Es gibt so einige Legenden rund um Babys, die Eltern ein total schlechtes Gewissen machen. Dabei sind viele von ihnen einfach nicht wahr.

Endlich ist das Baby da - und viele Mütter beginnen prompt, an sich zu zweifeln. Schließlich hatten sie sich das mit dem Kind in vielen Punkten irgendwie anders vorgestellt, als es in der Realität aussieht. Ein klarer Fall von Mütter-Versagen? Nein! Schuld sind diese Mythen, die Eltern immer noch viel zu oft zu hören kriegen:

Simulierte Wehen: So sehr leiden Männer bei einer Geburt  

1. "Die Sekunde, in der du dein Baby in den Armen hältst, ist der schönste Augenblick in deinem Leben!"

Das ist für viele Eltern so, aber bei weitem nicht für alle. Schließlich ist eine Geburt auch unter den günstigsten Bedingungen anstrengend und schmerzhaft. Das ist nicht alles sofort wie weggeblasen, nur, weil man ein Baby an sich drückt. Und nicht alle Mütter haben vom ersten Augenblick an die unbändige Mutterliebe für ihr Kind, die erwartet wird. Oft müssen sich Mutter und Kind erstmal etwas besser kennenlernen, bevor sich so starke Bindungen überhaupt entwickeln können. Ein Baby zu bekommen ist toll. Aber der "schönste Augenblick" muss nicht zwangsläufig in einem blutverschmierten Krankenhausbett stattfinden.

2. "Eine Mutter spürt instinktiv, was mit dem Kind nicht stimmt."

Das stimmt: EINE Mutter, irgendwo auf der Welt, kann das bestimmt. Und wenn wir sie finden, wird sie ein Weltstar für dieses einmalige Talent. Alle anderen von uns können leider nicht an der Schrei-Frequzenz ablesen, was das Kind braucht und warten sehnsüchtig darauf, dass das Baby endlich alt genug für "Ja" und "Nein"-Antworten ist. Bis dahin raten wir bei jedem Heulanfall aufs Neue: Bist du müde? Hungrig? Oder einfach schlecht gelaunt?

3. "Andere Eltern haben das Problem nicht, die kriegen das besser geregelt. Mehr Struktur und so."

Ja, diese anderen Erziehungs-Genies, die sich mit ihrem wenige Wochen alten Baby mal hingesetzt und über ein paar Grundsatzregeln diskutiert haben, die in der Familie gelten. Und das Baby hat genickt, alle haben sich umarmt, und seitdem ist da niemand übermüdet, entnervt und den Tränen nahe. Es gibt tatsächlich Babys, die jede Nacht durchschlafen und nie anfangen zu schreien, wenn es gerade überhaupt nicht passt. Und wenn Eltern das nicht als ein Wahnsinnsglück erkennen, sondern das als ihre eigene Leistung verkaufen, gehören sie ausgelacht.

4. "Du musst viel mehr tun, um dein Baby in seiner Entwicklung zu fördern!"

Müttern wird ja oft gesagt, dass diese oder jene Baby-Aktivität UNVERZICHTBAR für ein Menschenleben ist. Nicht jedes Mutter-Baby-Programm ist Quatsch, aber Tatsache ist: Kein Mensch der Welt hat schlimme Entwicklungsdefizite, weil damals leider kein Baby-Schwimmkurs drin war. Was wirklich wichtig ist, sind Aufmerksamkeit, Kontakt und Liebe. Alles andere ist natürlich nett fürs Baby - aber mehr halt auch nicht.

5. "Irgendwie machst du alles falsch!"

Kein Mythos, das stimmt tatsächlich. Aber das ist okay so: Alle Eltern machen alles falsch, immer. Das gehört zum Leben mit Kindern dazu: Fehler machen, bis die Lösung gefunden ist, die für alle funktioniert. Zu lange aufbleiben, zu viel Süßigkeiten, zu wenig Frühförderung: Was für Besserwisser-Mamis und Ratgeber-Autoren ein ganz schlimmer Fehler sein, ist vielleicht ausgerechnet für deine Familie der perfekte Kompromiss, um das Kind zu belohnen, oder mehr Zeit miteinander zu verbringen. Mit Kindern kannst du sowieso kein Fettnäpfchen vermeiden. Also: Augen zu und durch!

heh

Unsere Empfehlungen

Brigitte-MOM-Newsletter

MOM-Newsletter

Mit unserem Newsletter erfährst du alles über die neuesten Online-Beiträge und verpasst keine MOM-Ausgabe!

Neuer Inhalt