An alle Frühchen-Eltern: "Schätzt jeden einzelnen magischen Moment!"

Dieses Schicksal bewegt: Mama Stacey möchte mit ihren Bildern zeigen, dass jeder noch so kleine Moment mit seinen Babys unglaublich wertvoll ist. 


Alle Eltern lieben Babyfotos. Immer wieder werden sie an Geburtstagen ausgekramt und allen Gästen präsentiert. Mama Stacey Skrysak erlebte kürzlich genau so eine Geburtstagsfeier einer Bekannten. Doch beim Anblick dieser Bilder stiegen ihr die Tränen in die Augen.

"Ich war einfach nur traurig, neidisch und verwirrt. Denn ich durfte noch nie diesen großartigen Moment erleben, an dem das eigene Leben endlich komplett wird und man sein Baby auf dieser Welt begrüßt", gesteht Stacey nun auf Facebook – und das, obwohl sie selbst Mutter ist.

Jetzt teilt Mutter Stacey ihre emotionale Geschichte

Werdende Eltern kennen das – die Vorfreude auf den Nachwuchs wächst von Tag zu Tag. Stacey Skrysak und ihr Mann Ryan konnten ihr Glück kaum fassen, als sie erfahren haben, dass sie Drillinge erwarten. Doch in der 23. Schwangerschaftswoche stellte sich das Leben des Paares auf den Kopf. Am 23. Juni 2013 setzten bei Stacey die Wehen ein – ganze 17 Wochen früher als geplant. Die Fruchtblase platze und Panik setzte sein.


Ihre Tochter Abigail lebte nur zwei Stunden

Als Stacey ihre erste Tochter Abigail zur Welt brachte, verflog die Angst vorerst. Sie konnte ihr Baby endlich in den Armen halten und verspürte nach dem ersten Schock wieder Hoffnung. Doch schon nach wenigen Minuten erklärten die Ärzte, dass die Lunge der Kleinen zu schwach sei. Nach nur zwei Stunden mussten sich die Eltern von ihrer Tochter verabschieden. "Meine erstgeborene Tochter lebte nur zwei Stunden lang, und wir haben keine fröhlichen Bilder, die das Wunder des Lebens zeigen", erzählt sie traurig.


"Ich fühlte mich endlich wie eine Mutter"

Doch das schreckliche Schicksal nahm weiter seinen Lauf. Ganze siebzehn Stunden später kam es zu einem ähnlichen Schock. Stacey musste ihre anderen beiden Babys zur Welt bringen, Peyton und Parker. Doch bevor sie die beiden in die Arme nehmen konnte, wurden sie auf die Neugeborenen-Intensivstation gebracht – ein weiterer Wettlauf mit der Zeit.

Ganze sechs Wochen hat es gedauert, bis die Mutter endlich ihre beiden Babys umarmen konnte. "Ich konnte endlich meine Babys halten, ihre Haut berührte meine zum ersten Mal nach der Geburt. Ich fühlte mich endlich wie eine Mutter. Du vergisst nie, wie es war, zum ersten Mal dein Baby zu halten. Es ist vielleicht nicht so, wie du es geplant hattest, aber für Eltern von Frühchen ist es ein magischer Moment - perfekt in jedem erdenklichen Weg." Doch noch am selben Tag verstarb auch ihr kleiner Sohn Parker. 


Bewegende Worte einer trauernden Mutter

Auf Facebook teilt sie nun ihre emotionale Geschichte und die rührenden Fotos, um anderen Eltern von Frühchen eine wichtige Botschaft zu vermitteln. "Ich denke gerne zurück und mache mir bewusst, wie viel Glück wir hatten, zwei Monate gemeinsam mit unserem Sohn erleben zu können. So viele Eltern bekommen nicht mal einen Tag oder nur eine Minute." Stacey weiß genau, wie schmerzhaft der Abschied von seinem eigenen Kind ist. Deswegen sollten alle Eltern jeden Moment mit den Kleinen schätzen und dankbar sein, für das, was ihnen gegeben wird.

"Wenn ich mir die Bilder dieses verhängnisvollen Tages im Juni anschaue, fühle ich mich mittlerweile in Frieden mit mir selbst. Ich habe kein perfektes Bild mit einer perfekten Familie und einem perfekten Kind bekommen. Doch das ist in Ordnung. Unsere Bilder sind auf ihre ganz eigene Art wunderschön. Statt Fotos von Neugeborenen haben wir wertvolle Momente und Meilensteine, an denen wir uns festhalten können."


Heute ist ihr Töchterchen Peyton (4) wohlauf. Mama Stacey hofft anderen Betroffenen mit ihrer Geschichte zu helfen. Denn egal wie, jeder noch so kurze Moment ist kostbar!

Schu
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