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Aufs Leben vorbereiten 6 Dinge, die Kinder stark machen

Frühe Suchtprävention: Kinder spielen draußen
© Rawpixel.com / Shutterstock
Ihre Kinder fürs Leben stark machen – das wollen alle Eltern. Denn eine starke Persönlichkeit hilft Kindern nicht nur dabei, positiv durchs Leben zu gehen. Sie ist auch eine wichtige Grundlage, um Konflikte und Schwierigkeiten zu meistern und Suchtmitteln im späteren Leben zu widerstehen. Was Kinder stark macht? Das erfährst du hier.

Kinder stark machen – für ein suchtfreies Leben

Wenn Kinder ihre Stärken kennen, wenn sie vertrauen können und selbst Vertrauen erfahren, fällt es ihnen nicht nur leichter, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Sie greifen im späteren Leben auch weniger zu Suchtmitteln. Die Initiative „Kinder stark machen“ hilft Eltern und Betreuungspersonen durch Aufklärung, Mitmach-Aktionen, Schulungen und mit vielen Anregungen für den Alltag dabei, Kinder aktiv zu stärken. Denn wir alle können schon sehr früh viel dazu beitragen, dass aus unseren Kindern selbstbewusste Persönlichkeiten werden. Wie? Wir haben sechs Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen.  

Die Basis: Vertrauen

Liebe, Geborgenheit und Sicherheit sind die Grundpfeiler, die wichtigen Wurzeln, die dein Kind braucht, um sich frei und selbstbewusst zu entwickeln. Wenn dein Kind spürt, dass es dir vertrauen kann und du ihm aktiv zuhörst, fällt es ihm leichter, sich auch dann geliebt und verstanden zu fühlen, wenn mal etwas schiefläuft. Und das ist die beste Grundlage dafür, dass dein Kind mit Problemen zu dir kommt.  

Ich traue dir etwas zu

Mit diesem Vertrauen im Rücken kann dein Kind neugierig und spielerisch die Welt entdecken. Wenn dein Kind ein eher ängstlicher Typ ist, sprich ihm ruhig Mut zu und motiviere es. Vertrauen heißt nämlich auch: Traue deinem Kind etwas zu! Denn nur so bekommt es Vertrauen in sich selbst und traut sich eher zu, auch schwierige Situationen zu meistern. Die Initiative „Kinder stark machen“ hat einfache Spielideen für zu Hause  zusammengestellt, die das kindliche Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stärken. Probiert doch mal gemeinsam, diese kniffligen Aufgaben zu lösen. Wichtig: Lob und Anerkennung!

Freiräume und Grenzen in der Balance

Kinder brauchen Freiräume, um eigenständig Ideen zu entwickeln und Neues auszuprobieren. Werden sie allzu sehr behütet, trauen sie sich in der Regel weniger zu – jetzt und auch im späteren Leben. Das bedeutet aber nicht, dass Eltern keinerlei Grenzen setzen sollten. Möglichst klare und nachvollziehbar begründete Grenzen und Regeln geben Sicherheit und sind eine wichtige Form der Fürsorge. Durch sie merken Kinder auch, dass sich jemand dafür interessiert, was sie tun und lassen. Doch nicht nur die Eltern, auch Kinder müssen Nein sagen dürfen, ohne Ablehnung fürchten zu müssen. Denn so lernen sie, auch außerhalb der Familie ihre eigenen Grenzen zu ziehen und durchzusetzen.  

Fehler und Enttäuschungen zulassen

Wenn Kinder die Welt entdecken, stoßen sie natürlich ab und zu an ihre Grenzen oder erleben Situationen, in denen es zu Enttäuschungen kommt. Auch diese Gefühle kennenzulernen, Fehler machen zu dürfen, ist wichtig. Greifen Eltern zu früh helfend ein, glauben Kinder schnell, es selbst nicht zu können. Wichtig ist nicht, alle Enttäuschungen von Kindern fernzuhalten, sondern sie spüren zu lassen: Es ist jemand da, wenn etwas schiefgeht.  

Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit entwickeln

Konflikte gibt es in jeder Familie und das ist auch nicht schlimm. Viel wichtiger ist, wie sie gelöst werden. Denn im Familienverbund lernt dein Kind als erstes, wie man sich bei Konflikten am besten verhält. Eine sachliche und rücksichtsvolle Kommunikation ist deshalb da A und O – zwischen den Erwachsenen und vor allem deinem Kind gegenüber. Außerdem schafft es Vertrauen, wenn Kinder spüren, dass auch ihre Meinung in Konfliktsituationen zwischen Eltern und Kind erst einmal Gehör findet und nicht ausschließlich einseitig kommuniziert wird. Natürlich läuft es im Alltag manchmal anders. Aber keine Sorge, auch Kinder schätzen eine ehrliche Entschuldigung, wenn es mal ein wenig turbulenter zugegangen ist.  

Körperbewusstsein und Miteinander fördern

Köperbewusstsein und Selbstbewusstsein sind miteinander verbunden! Wenn Kinder toben und sich verausgaben, lernen sie dabei, ihren Körper zu spüren – und noch viel mehr. Die Initiative „Kinder stark machen“ sieht besonders im Vereinssport eine ausgezeichnete Schule fürs Leben. Denn beim Sport und vor allem im Verein entwickeln Kinder ihr Körperbewusstsein und ihre sportlichen Fähigkeiten und üben gleichzeitig, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. Sie lernen, im Team zu agieren, erfahren, was gegenseitiger Respekt bedeutet und gehen ganz nebenbei viele weitere wichtige Schritte auf dem Weg zu einer starken Persönlichkeit.  

Was kann ich noch tun?

Du möchtest dich im Kindergarten oder in der Schule deiner Kinder für das Projekt einsetzen? Für alle Eltern, die über „Kinder stark machen“ informieren wollen, stellt die Initiative kostenlos die Elternabend-Box zur Verfügung.

Oder du besuchst mit deinen Kindern einfach das Kinder stark machen“- Erlebnisland, das auf rund 20 Familien- und Sportveranstaltungen in ganz Deutschland Station macht. An vielen spannenden Mitmachstationen dreht sich dort alles um wichtige Starkmacher wie Mut, Anerkennung und Teamgeist.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Eltern.de erschienen.

Janine Meul

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