Siebenjährige malt mit Kreide auf Straße - wie die Behörden reagieren, ist unfassbar!

Wer von uns hat es als Kind nicht getan: mit Kreide auf der Straße rumgemalt. Und gab es je ein Problem damit? Nicht wirklich! Im brandenburgischen Neuruppin hingegen kommt so eine harmlose Kindermalerei einem handfesten Skandal gleich.

Hand aufs Herz: Hat dich schon mal die Kreidemalerei eines kleinen Kindes auf der Straße gestört? Nein? Nun, dann geht es dir wohl so wie den meisten Menschen. Nicht aber wie dem Ordnungsamt in Neuruppin in Brandenburg. Die haben jetzt nämlich gegen die Eltern einer Siebenjährigen ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Und der Grund ist wirklich mehr als absurd: Die Familie erwartete Besuch und ihre Tochter hat vor lauter Vorfreude mit bunter Kreide ein 'P' und Streifen für Parkbuchten auf die Spielstraße vor dem Haus gemalt. Doch was die einen süß finden, ging für das örtliche Ordnungsamt zu weit. laut Stadtordnung ist es nämlich "insbesondere untersagt, Straßen oder Anlagen sowie öffentliche Einrichtungen zu bemalen, zu besprühen, zu bekleben oder in ähnlicher Form zu beeinträchtigen." Sie forderten die Eltern des Kindes auf, die Kreide zu beseitigen. Andernfalls würde das eine Firma auf Kosten der Familie erledigen.

Überraschung! Diese "Bauchschmerzen" veränderten ihr Leben

"Damit werden wir zur Lachnummer"

Die Mutter machte die Geschichte in den sozialen Medien sofort öffentlich und der Aufschrei ist groß. Wie kann eine harmlose Kreidezeichnung einen solchen Wirbel auslösen? Das versteht auch der SPD-Stadtverordnete und Anwalt Klaus-Dieter-Mießbauer nicht. Im Gespräch mit der deutschen Presse-Agentur erklärte er, dass er niemals im Sinn gehabt habe, dass eine Kindermalerei eine Verunreinigung darstellen könne. "Damit werden wir zur Lachnummer", gibt er zu.

Auch, dass die Zeichnung eines Parkplatzes der eigentlich Grund für den Konflikt sein könne, hält er für ausgeschlossen: "Mir sind vor Lachen bald die Tränen gekommen", sagt er der Märkischen Online-Zeitung. Es sei für jeden auf den ersten Blick erkennbar gewesen, dass es sich keinesfalls um einen "amtlichen" Parkplatz handelt.

Er will nun auf der nächsten Partei-Sitzung beantragen, dass Kindermalerei in Zukunft straffrei bleibt. Na, immerhin ... Die Großmutter der kleinen Künstlerin hat das Kunstwerk übrigens in weniger als einer Minute und mit einem Eimer Wasser wieder beseitigt.

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