Wissenschaftler warnen: Jedem dritten Kind fehlt diese wichtige soziale Eigenschaft

Wie ticken unsere Kinder und Jugendlichen? Eine aktuelle Studie kommt zu alarmierenden Ergebnissen. Warum eine Generation der Rücksichtlosen heranwächst – und was wir dagegen tun können!

Denken Kinder und Jugendliche nur noch an sich oder auch an andere? Das wollte die neue Sozial-Studie der Bepanthen-Kinderförderung und der Uni Bielefeld herausfinden – und hat deutliche Ergebnisse zu Tage gefördert.

Demnach interessiert sich ein Drittel aller Kids zwischen 12 und 16 nicht fürs Gemeinwohl – jedem dritten Befragten sind damit die anderen weitestgehend egal! Und: Die befragten Jungs sind dabei wesentlich weniger empathisch als die Mädchen!

Wie die Untersuchung ablief

Befragt wurden hunderte Kinder, Jugendliche und Eltern. In ausführlichen Gesprächen haben die Forscher erfahren, dass einem Drittel der Generation Z (geboren rund um die Jahrtausendwende) somit eine wichtige soziale Eigenschaft fehlt.

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Was können wir dagegen tun?

Ist die Situation hoffnungslos? Nein! Denn die Wissenschaftler fanden auch heraus: Es gibt Dinge, die die Empathie und die Orientierung am Gemeinwohl positiv beeinflussen – allem voran das Verhältnis zu den Eltern! Haben Eltern und Kinder einen guten Draht zueinander, sind die Heranwachsenden auch generell empathischer und am Gemeinwohl interessiert.

  • Vor allem Kinder zwischen sechs und elf Jahren, die ein enges Verhältnis zu ihren Eltern haben, besitzen ein vielfach höheres Empathie-Vermögen: 64 Prozent der Unter-Zwölfjährigen, die eine besonders gute Beziehung zu ihren Eltern haben, weisen eine hohe Empathie auf.
  • Bei denjenigen, die ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern haben, ist es mehr als ein Viertel weniger (38 Prozent).
  • Dagegen sind bei den Jugendlichen, die eine schlechte Beziehung zu ihren Eltern haben, ganze 43 Prozent unterdurchschnittlich empathisch.
  • Nur 16 Prozent derjenigen, die gut mit ihren Eltern auskommen, weisen unterdurchschnittliche Empathie-Werte auf.

Der Umkehrschluss: Als Eltern haben wir es offenbar selber in der Hand, welches Rüstzeug für sozialen Umgang wir unseren Kindern mit auf den Weg geben!

Ein weiteres (klischeehaftes, aber dennoch wahres) Ergebnis der Sozial-Studie: In der Regel sind Mädchen deutlich mehr als Jungs am Gemeinwohl interessiert. So haben auf die Aussage "Es macht mich traurig, wenn es anderen Kindern schlecht geht" 71 Prozent der Mädchen mit "Das stimmt" geantwortet – aber nur 57 Prozent der Jungen.

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