Darum sollte sich keine Mutter dafür schämen, dass sie Hilfe braucht

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Bloggerin Tova Leigh spricht ganz offen über Schmerzen und Hilflosigkeit nach der Geburt ihrer Zwillinge auf Facebook - und fordert mehr Solidarität.

Hat man als Mutter versagt, wenn man sich von Alltag und Leben überfordert fühlt? Auf gar keinen Fall! Bloggerin erzählte nun auf Facebook ausführlich, dass ihr die Hilfe durch Hebammen nach der Geburt ihrer Zwillinge "das Leben gerettet" hat!

Mama und Baby im Paradies? Von wegen!

Mit der Geburt eines Babys wird für die Mutter die schönste, friedlichste, harmonischste Zeit ihres Lebens eingeleitet - denken zumindest alle Menschen, die selbst keine Kinder haben. Die Realität sieht leider meistens anders aus: Nicht nur, dass die Entbindung selbst unter den besten Bedingungen immer schmerzhaft und kräftezehrend ist; auch das Leben danach wird von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf gestellt. Und viel zu oft werden die Mütter mit all diesen Umstellungen völlig allein gelassen - und wissen dann oft nicht, wo ihnen überhaupt der Kopf steht. 

"Ich brauchte Hilfe"

Bloggerin Tova Leigh ärgert sich, dass den Müttern dann auch noch Schuldgefühle eingeredet werden - und erzählte auf Facebook ihre eigene Leidensgeschichte:

Day three after having the twins I knew I wasn't going to be able to cope. I was crying non stop. Everything hurt and my...

Posted by Tova Leigh - My Thoughts about stuff on Sonntag, 5. November 2017


"Ich wusste, dass ich am Ende war", schreibt Tova. "Ich konnte nicht aufhören zu Weinen. Alles tat weh, und mein Kopf war ganz benebelt von den Medikamenten, die ich wegen meiner Schwangerschaftsvergiftung bekommen hatte. Mir war klar, dass ich das alles nicht schaffen würde. Dass ich Hilfe brauchte. Dass es um Leben und Tod ging."

"Sie haben mein Leben gerettet"

Auch, wenn "Leben und Tod" für manche dramatisch klingen mag: Tova meint das ernst, und viele Mütter können das Gefühl aus eigener Erfahrung nachempfinden. Tova traf schweren Herzens die Entscheidung, sich in der Anfangszeit Unterstützung von einem Hebammen-Service zu holen. Bezahlen musste sie die Hilfe aus eigener Tasche, was sie ihre kompletten Ersparnisse kostete. Und doch empfindet sie ausschließlich Dankbarkeit für diese Frauen, die sie "am Tiefpunkt wieder hochzogen" und ihr "das Leben retteten."

Als Mutter "versagt"?

Vor allem ärgert sich die Bloggerin, über ihre eigenen Schuldgefühle in der Situation: "Es war, als hätte ich versagt, weil ich es nicht alleine schaffen konnte", schreibt sie. "Aber Hilfe zu suchen macht dich nicht zu einer schlechteren Mutter, es macht dich schlicht zu einem Menschen". Daher endet sie mit dem Appell:

"Wenn du untergehst und das Gefühl hast, du schaffst es nicht: Du bist nicht alleine, und es ist völlig okay, um Hilfe zu bitten!"


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