Im 8. Monat schwanger: Warum ich NICHT Baby-Shoppen gehe!

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Katrin, ich bin 30 Jahre alt und zum ersten Mal schwanger. Ich kenne zig Frauen, die schon in der Schwangerschaft im Baby-Shopping-Dschungel untergehen. Wofür?!

Jeder kennt sie: die Dinge, die die Welt nicht braucht. Eine besonders lukrative Branche scheint hier die Babyausstattung zu sein. Denn wer lässt sich schon leichter zum Kauf von unnützen Dingen überzeugen, als Schwangere, die (noch) verunsichert in die Zukunft als Erstlings-Mama blicken?

Ich habe das Glück, dass in meinem Freundes- und Bekanntenkreis die ein oder andere Frau schon Mama geworden ist und ich still und heimlich beobachten konnte, wie unterschiedlich sie ihre Babys behandeln. Es gibt kein schlechter oder besser, nur ein "anders." Das Schöne ist ja, dass man für sich selbst entscheiden kann, was man für sich und das eigene Baby dringend braucht und was nicht. Nach ausgiebigen Gesprächen mit den Mamas konnte ich für mich feststellen: Das meiste Zeug, was es auf dem Baby-Markt gibt, wird niemals in meiner Wohnung landen!

Ich erschaudere vor der Nutzlosigkeit der Dinge!

Wenn ich mir Babyzubehör-Shops ansehe, erschaudere ich vor der Nutzlosigkeit einiger Dinge. Es herrscht ein Konsum-Wahnisnn in einem irren Dschungel. Hast du vielleicht schon mal was von einem Still-Licht gehört? Soll der stillenden Mama "Orientierung in der Nacht bieten." Wie so etwas aussieht? Wie eine Leselampe. Heißt nur anders. Braucht kein Mensch, kostet aber um die zehn Euro. Ich hoffe der kapitalistische Erfinder dieser "Notwendigkeit" kommt mir nie unter die Augen.

Gleiches gilt für Wickeltisch-Heizstrahler. Du wusstest nicht, dass es sowas gibt und deine Kinder haben trotzdem überlebt? Könnte daran liegen, dass man in einer normal-beheizten Wohnung diese "Erfindung" nicht benötigt – schon gar nicht für die drei Minuten, indem man seinem Kind die Windel wechselt. Wobei wir beim Thema Windeleimer wären, auf den man getrost verzichten kann, wie ich von vielen Müttern gehört habe.

Still-Licht, Wickeltisch-Heizstrahler, Windeltasche

Und nein, ich brauche keine extra Wickeltasche für Windeln, Feuchttücher, Wechselkleidung und Co.! Warum nicht? Weil es auch reicht, eine meiner geräumigen Handtaschen zu verwenden, um das nötige Babyzubehör für unterwegs zu verstauen. Was eine Windeltasche von einer herkömmlichen Tasche unterscheidet? Scheinbar allein die Bezeichnung.

Dann gibt es noch die ganzen Kontrolletti-Artikel, wie Babykost-Wärmer und Flaschen-Abkühler, Luftbefeuchter, Raum- und Badethermometer. Klar kann man auf die Kommastelle genau den vorgegebenen Empfehlungen folgen. Oder man vertraut einfach auf seine mütterliche Intuition und beobachtet achtsam sein Baby, ob es sich wohlfühlt. Eine Strategie, die seit Jahrtausenden hervorragend funktioniert und keiner Technik bedarf – sieh mal einer an!

Konsumpyramide: umfunktionieren, ausleihen, gebraucht kaufen

Der Nutzen der im 15. Jahrhundert erfundenen Lauflernhilfen ist hingegen seit Jahrzehnten umstritten. Es behindere nicht nur die natürliche Laufentwicklung der Kinder, sondern gehört in meinen Augen zu den sinnlosesten Erfindungen seit es Baby-Zubehör gibt. Als ob Kinder ohne diese Laufhilfe nie gehen lernen würden. Kommt mir nicht ins Haus!

Für mich persönlich habe ich die wunderbare Konsumpyramide entdeckt. Sie empfiehlt, in erster Linie das zu benutzen, was man eh schon hat. Wenn man etwas nicht hat, soll man es ausleihen, wenn man es länger braucht, dann secondhand kaufen. Nur in Ausnahmefällen solle man etwas neu kaufen – und immer vor Augen haben, wie schnell Babys und Kleinkinder wachsen.

Auf Dinge verzichten, auf die Hersteller schwören

Ich werde auf einige Dinge verzichten, auf die einige Hersteller schwören: Auf Wickelkommode, Stillkissen und Babyphon kann ich verzichten. Stattdessen setze ich auf Wickelauflage, meine Arme und die Hörreichweite zu meinem Baby. Beistellbett und Kinderwagen kaufe ich gebraucht, die Kleidung für meinen Knirps leihe ich mir von Müttern mit etwas älteren Kindern, neu kaufen werde ich wohl einen Still-BH.

So spare ich nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Denn diese Pseudo-Erfindungen mit ihrem Pseude-Nutzen gehen mit gehörig gegen den Strich. Vor allem im ersten Lebensjahr sind Menschen für ein Baby ohnehin interessanter als Gegenstände – und die Aufmerksamkeit und Nähe zu seinem Baby wichtiger, als alle Produktvorschläge dieser Welt ...

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