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Ein Herz aus Spritzen – dieses Bild zeigt, wie hart der IVF-Weg zum Baby sein kann

Ein Herz aus Spritzen – dieses Bild zeigt, wie hart der IVF-Weg zum Baby sein kann
Die Eltern dieses kleinen Mädchens brachen in Tränen heraus, als sie ihr Kind umgeben von den 1.616 Spritzen sahen, die für die Kinderwunschbehandlungen nötig waren.

Patricia und Kimberly O’Neill versuchten vier Jahre lang, ein Baby zu bekommen, bis sie endlich ihr Töchterchen London auf der Welt begrüßen durften. Doch ihr Weg bis zu diesem Glücksmoment war hart, denn sie mussten jahrelang Kinderwunschbehandlungen ertragen. Wie lang ihr Weg zum Wunschkind war, zeigt dieses wahnsinnig beeindruckenden Bild ihres Babys – umgeben von einem Herz aus all den Spritzen, die im Laufe der Behandlungen nötig waren. 

Das Paar beschreibt seinen Weg zum Wunschkind selbst in berührenden Zahlen: 4 Jahre, 7 Versuche, 3 Fehlgeburten, 1,616 Injektionen und 40.000 Dollar

Doch so hart diese Zeit war, am Ende habe sich alles gelohnt, sagen die überglücklichen Eltern, und feierten darum die Geburt ihrer Tochter mit diesem ganz besonderen Fotoshooting. Eigentlich war dieses Bild nur als persönliche Erinnerung gedacht. Doch die Fotografin Samantha Packer von "Packer Family Photography" teilte das Bild auf Facebook, wo es überwältigend viele Reaktionen auslöste. Das Bild wurde fast 70.000 Mal geteilt, es hat fast 50.000 Likes. In den tausenden Kommentaren berichten viele andere Menschen von ihren Kinderwunsch-Geschichten. 

Baby London ist auf dem Bild in ein Regenbogen-Tuch gewickelt. Im inneren Kreis liegen die Spritzen, die ihrer Mutter Blutverdünnung gesetzt wurden. Außen liegen die Spritzen, die zur Vorbereitung der In-Vitro-Fertilisation nötig waren.

Wie das Paar gegenüber US-Medien wie "CNN" berichtet, waren es am Ende die blutverdünnenden Spritzen, die zum Erfolg führten. Sie wurden demnach von einem Spezialisten verordnet, bevor der letzte Embryo eingesetzt wurde. 

Tief berührt schildert Mama Patricia ihre Emotionen bei dem Fotoshooting:

Es war unglaublich, all die Nadeln so ausgelegt zu sehen. Sie alle anzuschauen und zu sagen: 'Mann, ich habe es geschafft, das zu erdulden. Ich war stark genug, das durchzustehen.' Meine Frau und ich sahen sie an und uns kamen die Tränen.

Auch das Regenbogen-Tuch hat eine besondere Bedeutung. Denn Regenbogen-Babys werden Kinder genannt, die nach einer Fehlgeburt auf die Welt kommen. Patricia und Kimberly haben drei Kinder verloren. Es war ein seltener Gendeffekt, die Faktor-V-Leiden-Mutation, der ihnen den Weg zum Wunschkind so schwer machte. 

Kimberly und Patricia litten sehr und waren kurz davor aufzugeben. Patricia war körperlich und emotional sehr erschöpft. "Ich war fertig. Ich war fertig damit, mich zu quälen und zu stechen. Ich war fertig mit den Arztbesuchen. Ich war dabei, das Handtuch zu werfen". 

Doch die Beziehung zu ihrer Frau gab ihr die Kraft weiterzumachen. Für Kimberly beschloss Patricia, es noch ein letztes Mal mit dem Wunschbaby zu versuchen. Und so kam Baby London zur Welt. 

"Du brauchst Hoffnung, um das durchzustehen"

Natürlich waren die werdenden Mütter während der Schwangerschaft sehr angespannt und trauten sich kaum, sich auf ihr Kind zu freuen. Erst als sie ihr kleines Mädchen endlich in die Arme schließen konnten, konnten sie ihr Glück glauben: "Als wir sie weinen hörten, sahen wir uns an und fingen auch an, zu weinen. Ich zitterte und weinte so sehr. Es war ein überwältigendes Gefühl von Erleichterung. Sie ist endlich hier. Es waren so viele Emotionen auf einmal für uns. Es ist immer noch so unwirklich für mich, dass wir endlich unser Baby haben. Wir haben es wirklich geschafft."

Die vielen Reaktionen auf ihr Foto berühren die beiden Mütter sehr: "Es ist inspirierend, die Geschichten anderer Frauen zu einem Thema zu hören, das irgendwie ein Tabu ist. Es ist großartig zu hören, dass wir anderen Hoffnung machen. Denn das ist es, was du braucht, um das durchzustehen".

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mh

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