Kindergeburtstag: 7 unnötige Sorgen, die sich jede Mutter vorher macht

Einen Kindergeburtstag organisieren ist harte Arbeit. Aber mal ehrlich: Den meisten Stress machen wir uns doch selbst, meint MOM-Redakteurin Michèle Rothenberg.

Ich glaube, der Stress fing an, als meine Tochter vier wurde. Vorher sahen ihre Geburtstage eher so aus: Eine Handvoll Kleinkinder wühlt - jedes für sich - durch den Spielzeugberg im Kinderzimmer, während die Erwachsenen rumsaßen und Kaffee tranken.

Doch kurz vorm vierten Lebensjahr wurde der Tag plötzlich zum Event. Schon Wochen vorher gab es kein anderes Thema mehr und unendliche Diskussionen um die Gästeliste. Die steigende Aufregung des Kindes machte mich ganz wuschig. Wie muss denn eigentlich ein perfekter Kindergeburtstag aussehen? Plötzlich machte ich mir Gedanken um Dekoration, das Spielprogramm, Kuchen-Rezepte und die verdammte Mitgebsel-Tüte. Das ganze Mama-macht-sich-selbst-verrückt-Programm eben, inklusive Kopfschmerzattacken.

Inzwischen weiß ich: Kindergeburtstage sind ein Selbstläufer - und machen auch den Eltern Spaß, wenn sie sich vorher nicht den Kopf zerbrechen.

Also entspannt euch, denn diese 7 typischen Sorgen sind vollkommen unbegründet:

1. Was, wenn mein Kind keinen Spaß hat?

Ja, der Geburtstag ist der wichtigste Tag im Kinder-Jahr. Ein Tag wohlgemerkt, an dem das Kind Geschenke kriegt, eine Krone trägt, (fast) alles darf, was es will, seine besten Freunde trifft und sich bis zum Rand vollstopft mit ungesunden Sachen.

Was soll da denn noch schief gehen?

2. Was, wenn die anderen Kinder keinen Spaß haben?

Was macht eine Gruppe Kinder in einem Raum? Sie spielt! Wenn es sein muss, nehmen sie auch Vorschläge der Erwachsenen an. Aber in der Regel wissen die Kleinen am besten, wie sie sich vergnügen. Und ein alberner Hüpftanz kann genauso viel Spaß machen wie ein Profi-Clown, der Tricks vorführt. Vielleicht sogar noch mehr.

Tipp 1: Klassiker heißen Klassiker, weil sie immer funktionieren. Das gilt auch für Kinderspiele wie Topfschlagen und Die Reise nach Jerusalem.

Tipp 2: Lasst die Kinder etwas Einfaches basteln, womit sie dann auch spielen können. Zum Beispiel Styropor-Flieger oder Segelboote.

3. Was mache ich nur zu essen?

Auch wenn wir es gerne mal vergessen: Eine Kindergeburtstag ist kein Galadinner! Ihr habt weder Jamie Oliver zu Besuch noch die Queen. Am meisten freuen sich Kinder sowieso, wenn es auf der Party endlich mal Junkfood gibt, also immer her mit den Pommes (am besten aus der Tüte, selbstgeschnittene Bio-Erdäpfel weiß die aufgedrehte Meute nicht zu schätzen).

Und fürs Backen gilt: Kuchen geht immer und keiner wird jaulen, wenn er matschig ist. Macht einfach zwei verschiedene Sorten und jedes Kind wird glücklich. Ganz bestimmt.

Tipp: Hier sind Rezepte für schnelle Kuchen.

4. Brauche ich noch Special Effects?

Sicher, man kann auch mal zum Ponyreiten gehen, eine Geocaching-Safari machen oder ein Astronauten-Training absolvieren. Aber es geht auch ohne. Die meisten Kinder macht es schon froh, endlich mal allen Freunden die eigenen Spielsachen zu zeigen.

Tipp: Was sich aber immer lohnt, ist eine Schatzsuche. Hier könnt ihr euch auch gern austoben - mit selbstgemalten Karten, einer schicken Truhe und lustigen Überraschungen am Wegesrand.

5. Ich hab gar kein Motto, Kinder wollen doch ein Motto!

Ja, Mottos sind eine feine Sache und können die Organisation auch erleichern. Gib jedem Kind ein Krönchen oder eine Augenklappe und schon läuft der Verkleidungsspaß. Aber ihr müsst es auch nicht übertreiben! Keiner verlangt, dass ihr die ganze Wohnung in ein Schloss verwandelt und auch noch den letzten Strohhalm mit königlichen Wappen verziert. Im Zweifel merken es die Kinder gar nicht oder kippen Apfelschorle auf die handgefalteten Seidenpapierpompons.

Und im Ernst, mit SO einer Deko wie oben beeindruckt ihr vielleicht die anderen Eltern, aber Vierjährige verlangen von einem Geburtstagstisch vor allem eins: dass er voller Süßigkeiten ist.

Tipp: Wer die Kosten nicht scheut, kann bei Tambini den ganzen Krempel für die Mottoparty als praktisches Paket kaufen.

6. Was muss ich den Kindern denn mitgeben?

Müssen schon mal gar nicht. Das Geburtstagskind bekommt die Geschenke, alles andere ist freiwillig. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagt ihr, wenn die Gimmicks auch gleichzeitig die Preise für die Spiele sind, etwa beim Topfschlagen oder bei der Schatzsuche.

Tipp: Günstige und lustige Sachen für die Mitgebseltüte findet man auch im 1-Euro-Laden.

7. Und wenn die Kinder durchdrehen?

Das tun sie sowieso, also einfach cool bleiben. Räumt die Lieblingsvasen weg und lasst die Kleinen toben. Wer fest damit rechnet, dass er nach der Party renovieren muss, kann sich während der Schlacht auch entspannt in die Küche setzen und mit Oma Kaffee trinken.

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