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"Tate erinnert uns daran, was im Leben wirklich wichtig ist"


Baby Tate wurde mit einer schweren Erbkrankheit geboren. Seine Eltern werden ihn niemals weinen oder lachen hören - und verlieren trotzdem nicht den Mut.

Normalerweise fürchten Eltern das nächtliche Schreien ihres Babys, das sie um den Schlaf bringt und manche Tage zur Hölle werden lässt. Doch Yasmin und Michael Burley aus Sydney sehnen sich danach, dass Söhnchen Tate sie nachts aus ihren Träumen reißt. "Wir wünschen uns, dass er schreit, wir wollen die schlaflosen Nächte und all die Dinge, die Eltern normalerweise durchmachen", sagte Yasmin dem australischen "The Daily Telegraph".

Doch ihr wenige Wochen alter Sohn Tate wird niemals schreien, niemals an einer Brust nuckeln und vermutlich seinen fünften Geburtstag nicht erleben.

Bei seiner Geburt hat Tate nicht geatmet, er wog nur 1,7 Kilo. Kurze Zeit später wurde bei ihm das seltene Miller-Dieker-Syndrom diagnostiziert, eine Anomalie von Chromosom 17. Sie verursacht schwere Fehlentwicklungen des Großhirns.

Tates geschädigtes Gehirn wird sich kaum weiterentwickeln, das Baby muss künstlich ernährt werden, wird vermutlich Krämpfe erleiden und früh sterben. Das schwierigste ist, überhaupt nicht zu wissen, was kommt, sagt Mutter Yasmin.

Yasmin und Michael Burley haben bereits zwei Söhne, Zane (13) und and Kye (7). "Es ist schwer, besonders für die Jungs. Sie können es nicht verstehen. Ihr Bruder ist krank und die Frage, ob er sterben wird, ist schwer auszuhalten", erzählt Yasmin.

Die Familie sammelt nun über die Fundraising-Plattform My Cause Geld für Tates Pflege und für die Erforschung der seltenen Erbkrankheit. "Die Forschung steckt in Australien noch in den Kinderschuhen," sagte Papa Michael der "Daily Mail Australia". "Je mehr Bewusstsein für die Krankheit existiert, umso besser für die betroffenen Familien."

Deshalb haben die Burleys auch die Facebook-Seite Die Reise des winzigen Tate gestartet, auf der sie über ihr Leben mit ihrem schwer kranken Baby berichten. Und darüber, was sie von dem kleinen Tate lernen. An Tag 18 nach seiner Geburt schreibt Yasmin: "Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht dankbar für meine Kinder bin." Trotz des großen Schmerzes kann die dreifache Mutter ihrem Schicksal auch Positives abringen: "Tate erinnert uns daran, was im Leben wirklich wichtig ist".

sar

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