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Elternsein Mit dieser Regel übersteht eure Beziehung das erste Jahr mit Baby

Elternsein: Mutter mit Baby
© Jelena Stanojkovic / Adobe Stock
Ein Neugeborenes stellt das gesamte Leben auf den Kopf. Für frischgebackene Eltern kann so der Alltag und auch die Partnerschaft zu einer Herausforderung werden. Die folgende Regel hilft bei Beziehungsproblemen.

Das Leben mit Baby: Es wird immer wieder wach, will gefüttert und kurz darauf neu gewickelt werden. Jede freie Sekunde dient dazu, das Chaos in der Wohnung zu beseitigen, endlich ein paar Minütchen zu schlafen oder andere Dinge zu erledigen. Das schafft eine:n ganz schön und wer im Leben schon einmal mit mehreren Wochen Schlafmangel zu tun hatte, weiß, dass da schnell die Nerven blank liegen und es zu Stress mit dem:der Partner:in kommen kann. Wir sind einfach nicht mehr unser ausgeglichenes Selbst. Auch dann, wenn wir unser Bestes geben, um uns, das Baby und unsere:n Partner:in zufriedenzustellen. Eine einfache Faustregel soll aber im ersten Jahr helfen.

Eine Hilfe für Paare, die jetzt Eltern sind

Es ist nicht zu unterschätzen, wie viel der Alltag mit Neugeborenem uns abverlangt. Daher ist es umso wichtiger, sich dessen bewusst zu werden. Nicht durchzuschlafen und sich 24 Stunden am Tag um das Baby zu kümmern, kann sehr belastend für Menschen in einer Beziehung sein. Die Regel lautet daher:

Egal wie sehr wir uns im Alltag in die Haare kriegen, im ersten Jahr nach der Geburt wird die Beziehung nicht in Frage gestellt.

Auch in Auseinandersetzungen und Streits, wenn die Schuldzuweisungen zunehmen oder ihr tief in euch an allem zweifelt: Denkt daran, dass eure Gefühle der aktuellen neuen Situation geschuldet sein können und nicht unbedingt mit eurer Beziehung zu tun haben. Ihr seid möglicherweise noch in der Findungsphase, müsst euch noch auf alles besser einstellen und lernen, euch zu arrangieren.

Aber eins muss dabei klar sein: Diese Regel gilt natürlich nicht als Freifahrtschein für Gewalt oder Seitensprünge. Es gibt Grenzen. Stattdessen dient dieses kleine Versprechen als Erinnerung, dass ihr euch in dieser Zeit neu einrichten und organisieren müsst. Vielleicht braucht es weitere Unterstützung von außen oder Kleinigkeiten in eurem Alltag, die den Stress etwas lindern. Wie wäre es beispielsweise mit folgenden drei Ideen:

  • Nehmt Hilfe an, wo ihr sie bekommen könnt: Fragt Eltern, Freund:innen oder andere Familienmitglieder, ob sie euch das Baby für ein Stündchen abnehmen können, während ihr euch mal wieder hinlegt oder in Ruhe duscht. Ihr müsst nicht alles alleine schaffen.
  • Fragt Freund:innen, ob sie beim Besuch etwas zu Essen für euch mitbringen können – einfrierbar und dann später ab in die Mikrowelle oder im Backofen fix warm gemacht. Luxuriöse Kochsessions mit kleinem Baby sind einfach eine schwierige Angelegenheit und sollten nicht auf eurem Plan stehen. 
  • Sprich mit deinem:deiner Partner:in regelmäßig darüber, was ihr aneinander schätzt. Es können nur fünf Minuten pro Person sein, aber erinnert euch in all dem Chaos daran, warum ihr euch liebt und sorgt für mehr positive Gedanken, die leider gerne von der Erschöpfung verdrängt werden.

Allgemein gilt also in dem ersten Babyjahr: Hilfe annehmen und sie bei Bedarf auch einfordern und Alltägliches wie Kochen oder Putzen vereinfachen – oder auch mal akzeptieren, dass im Haus oder der Wohnung absolute Unordnung herrscht und das erst einmal so bleiben kann. Und auch für überforderte frische Eltern zu putzen oder abzuwaschen, erledigen gute Freund:innen oder Eltern normalerweise gern, solange sie nebenbei die Chance haben, euren kleinen Schatz zu sehen. Außerdem: Vergesst bei all dem, was neu ist, nicht eure neue Faustregel, mit der ihr euch, wenn es gerade ruckelt, versprecht: Wir gehen da zusammen durch.

lkl

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