Liebe Mama, die immer MÜDE ist: Dieser Text ist für dich!

müde mama

Gehört ihr auch zu den Müttern, die immer müde sind? Die ihren alten Tatendrang vermissen? Dann nehmt euch mal einen Kaffee und lest diesen Text von Bloggerin Julia.

Unser Blog-Liebling: "Früher war mehr Metal, heute ist mehr Mama." Das schreibt Julia auf ihrem Blog "Mama Juja"  über sich selbst. Wir finden, dass da immer noch viel Metal zwischen den Zeilen steckt und kluge Gedanken sowieso. Trotz Müdigkeit. 

Unser Blog-Liebling: "Früher war mehr Metal, heute ist mehr Mama." Das schreibt Julia auf ihrem Blog "Mama Juja"  über sich selbst. Wir finden, dass da immer noch viel Metal zwischen den Zeilen steckt und kluge Gedanken sowieso. Trotz Müdigkeit. 

Ich kann es ja selbst schon kaum noch hören. Mütter sind müde. Immer. Und das sagen sie auch. Immer. Und falls sich eine Mutter erdreisten sollte, NICHT müde zu sein, oder ein Kind zu haben, das Mittagsschlaf macht, ist sie RAUS. Mindestens, bis sie Augenringe bis nach Bagdad nachweisen kann. Mindestens!

Wenn ihr jetzt auf die lustige Pointe in diesem Text wartet, die diese überspitzte Darstellung relativiert und wieder alle miteinander versöhnt- sorry, Pointe war heute aus. Wie es kommt?

Ich bin müde.

Und wenn man wirklich müde ist, ist das nur halb so lustig, wie darüber zu lesen oder zu lästern. Nicht, dass mein Alltag übermäßig anstrengend wäre. Oder ich besonders aktiv. Nö. Ich bin einfach so müde. Und das nervt nicht nur mich gewaltig. Allein die Tatsache, dass ich hier sitze und schreibe, statt auf dem Sofa zu hängen und zu denken "Gott, bin ich müde!" ist aber schon ein Gewinn. Denn so sehr euch da draußen das Geheule der Mütter auf die Nerven geht: Glaubt mir, sie selbst nervt es noch mehr.

Denn ich will beim besten Willen nicht wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängen. Oder jeden Spielwunsch der Kinder mit einem halblebigen sterbender-Schwan-Lächeln und "Aber Mama ist doch so müüüde" beantworten. 

Ich will meine alte Energie zurück und zwar pronto!

Wieder Bäume ausreißen wollen oder zumindest im Garten ganz viel Gemüse einpflanzen. Und nicht morgens beim Aufwachen schon fragen "Wie soll ich diesen Tag nur überstehen, der noch nicht mal angefangen hat?" Das ist völlig überflüssig, wenn ihr mich fragt.

Aber es gibt diese Zeiten.

Und die meisten von uns kennen sie. Es gibt auch hundertdrölfmilliarden guter Tipps zu diesem Thema. "Wie Du auch ohne Schlaf durch den Tag kommst", "Meine Zaubertricks gegen Augenringe" (Als wäre DAS mein größtes Problem!), "Fit mit drei Stunden Schlaf" oder auch einfach "Reiß Dich zusammen!".

Tjanun.

Ich hab keine Tipps für euch. Heute habe ich einfach nur ein kleines bisschen Verständnis. Nicht für die, die unentwegt und immer ganz laut jammern. Die gehen mir auch auf den Geist, so wie den meisten Leuten. Denn Mitgefühl ist nichts, was man durch übermäßiges Geheul einfordern kann. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema und auf die Heuler dieser Welt wollte ich aus Effektivitätsgründen diesmal nicht eingehen…

Nein, heute habe ich mal Mitgefühl mit all den Menschen, die mit oder ohne Kinder da so sitzen und sich fragen:

"Wo zur Hölle ist eigentlich mein Tatendrang und wann darf ich wieder ins Bett?"

Aber nur ganz leise, denn dieses ewige Gejammer hält man im Kopf ja nicht aus. Also wirklich. Manchmal glaube ich, einige Menschen sind nur so müde, weil sie so viel und laut jaulen. Kein Scherz.

Aber die, die leise jaulen, weil sie genau wissen, dass sie nicht die einzigen mit anstrengenden Tagen und Nächten sind, die bekommen heute eine Portion Mitgefühl. Nicht Mitleid. Mitgefühl. Weil sie nämlich auch leise gejammert echt scheiße ist, diese Müdigkeit.

Die gute Nachricht: Es geht vorbei

Die meisten von euch, die nicht unter chronischen Erkrankungen leiden, kann ich beruhigen. Ich entnehme meinem müden Erfahrungsschatz den Leitsatz: Es geht vorbei. Und es wird besser. Nenn es Frühjahrsmüdigkeit oder schieb es aufs Langzeitstillen. Aber glaube mir: Es kommen bessere Zeiten. Es kommen wachere Zeiten.

Und: Es kommt Kaffee.

Lasst euch also nicht ärgern und seid lieb mit euch - auch wenn ihr (wie ich aktuell) den eigenen Müdigkeitsstatus schon gar nicht mehr sehen wollt. Es nutzt ja nix. Da müssen wir jetzt zusammen durch.

Wir schreiben heute einfach nur einen etwas kürzeren Text. Wir räumen einfach nur das Nötigste auf. Und wenn es sein muss, bleibt das auch so, bis die Sonne unsere Kraft wach küsst.

Oder wir in tausendjährigen Schlaf sinken. Mir wäre gerade beides recht.

Für eines ist aber immer Zeit: Küsst die Kinder!

Eure Julia


Text von Julia, ursprünglich erschienen auf mama-juja.de

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