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Mehr als Mama 5 Tipps für mehr Selbstachtung im Alltag

Mehr als Mama: Mädchen auf den Schultern der Mutter
© Hrecheniuk Oleksii / Shutterstock
Was können Mütter tun, um wieder mehr Kraft zu tanken? Journalistin Katharina Nachtsheim erklärt, wie wir es schaffen, mehr an uns selbst zu denken und in manchen Dingen egoistischer zu sein.
von Katharina Nachtsheim

Liebe andere Mutter, du weißt, was das Lieblings-Pokemon deines Kindes ist, welcher Lehrer wann Geburtstag hat, warum es gerade wieder Zoff in der 4a gibt und wann das Fußball-Turnier nächstes Wochenende beginnt. 

Du denkst daran, die Schwiegereltern regelmäßig mit neuen Fotos der Kids zu versorgen, Weihnachtskarten an die Flötenlehrerin zu schreiben, die Wechselwäsche in der Kita durchzusehen und beim Kieferorthopäden einen Kontrolltermin auszumachen. 

Du bist wirklich unglaublich - du jonglierst so viele Bälle gleichzeitig in der Luft, bist ein Multitasking-Genie. Aaaaaaber: Wann hast du das letzte Mal etwas nur für dich gemacht? Wann hast du dich das letzte Mal gefragt, was dir eigentlich guttut? Ich wette, das ist viel zu lange her. 

Mütter verlieren sich zu oft selbst

Im Alltag mit Kindern laufen wir Mütter zu oft Gefahr, uns selbst zu verlieren und nur noch "die Mama von" zu sein. Gerade jetzt nach all den anstrengenden Monaten mit Homekitaing, Homeofficing und Homeschooling ist es so wichtig auf uns selbst zu achten. Genau deshalb haben wir "WOW MOM - den Mama-Mutmacher für mehr Ich in all dem Wir" geschrieben. Dieses Buch soll dich bestärken, wieder mehr auf dich selbst zu achten, dir zu überlegen, was du noch erreichen willst, wie du dein Leben gestalten möchtest.

Denn wie heißt es auch im Flugzeug so schön: Im unwahrscheinlichen Falle eines Druckverlustes, ziehen Sie sich zuerst die Sauerstoffmaske über, erst dann helfen Sie Kindern. Heißt also: Nur, wenn es dir gut geht, kannst du auch für andere da sein.   

Daher 5 Punkte, wie du es schaffst, wieder egoistischer zu sein:   

  1. Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben. Dieser Spruch ist von Kurt Tucholsky und heißt: Trau dich NEIN zu sagen. Zu Dingen, die dir mehr Kraft rauben, als Energie bringen. Zu Menschen, die dich ausnutzen, zu dem X-ten Elternsprecher-Amt. Weniger ist wie so oft mehr!
  2. It´s ok not to be ok. Wenn es dir nicht gut geht, du einfach mal eine Pause brauchst: Nimm sie dir. Niemand kann immer nur lächelnd durch die Gegend laufen. Gesteh dir Schwäche zu!
  3. Fluchen: Das Mütter-Pendant zum Manager-Bäume-Umarmen. Deine Kinder bringen dich auf die Palme und der Gatte ebenso? Dann sag das deutlich! Hör auf, alles runterzuschlucken, sondern stehe für deine Bedürfnisse ein. 
  4. Wir können nicht 100 Prozent im Beruf geben, 100 Prozent als Mutter, 100 Prozent als Partnerin. Sonst werden wir ein 300 Prozent Wrack. Es muss nicht perfekt sein, gut reicht völlig aus. Man darf sich durchschummeln, 80 Prozent geben, den leichteren Weg gehen. 
  5. Radfahren kann man nicht verlernen. Genauso wenig vergisst dein Gehirn, wie du vor der Geburt der Kinder warst. Also trau dich genau da ran: Was hat dich früher glücklich gemacht? Was war deine Leidenschaft, was waren deine Träume? Du kannst beides haben: Das Beste aus deinem Leben als Frau und Mutter. 
Mehr als Mama: Buchcover "WOW MOM: Der Mama-Mutmacher für mehr Ich in all dem Wir"
© PR

Die Journalistin Katharina Nachtsheim (38) hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Zusammen mit Lisa Harmann (37) betreibt sie einen der erfolgreichsten Elternblogs Deutschlands – das Blog-Magazin STADT LAND MAMA.

In ihrem Buch "WOW MOM: Der Mama-Mutmacher für mehr Ich in all dem Wir" beschreiben die Mama-Bloggerinnen, wie sich Mütter im Famileinalltag nicht selbst verlieren.


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