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Studie: Mütter sind gestresster und unzufriedener als Väter

Zu viel Arbeit, zu wenig Spaß: So empfinden viele Mütter ihre Familienaufgaben laut einer Studie. Überraschend ist das nicht.

Worum geht's hier?

Den alltäglichen Wahnsinn, wissenschaftlich beleuchtet. Forscher der Cornell University in Minnesota wollten in einer aktuellen Studie herausfinden, wie Mütter und Väter auf die Aufgaben zuhause reagieren. Wie geht es ihnen damit? Wie gehen sie mit der Belastung um? Und sind die Aufgaben überhaupt gerecht verteilt?

Wen haben sie dafür befragt?

Mehr als 12.000 Elternteile haben mitgemacht, und in den Jahren 2010, 2012, und 2013 in Tagebüchern ihre aktuelle Gemütslage beschrieben.

Und was kam heraus?

Na, was wohl? Die Mütter sind eindeutig unzufriedener und gestresster, was die Aufgaben der Kindererziehung angeht.

Woran liegt das?

Ganz klar an der Aufgabenverteilung. Wickeln, Kochen, Waschen, Einkaufen, mit den Kindern essen, zum Spielplatz bringen, Verabredungen koordinieren, Arzttermine und, und, und – der größte Teil dieser Aufgaben liegt nach wie vor bei den Frauen. Vor allem der Schlafentzug nage an der Mama-Konstitution, so die Forscher. "Mütter sind eher rund um die Uhr im Einsatz für die Kinder."

Die Väter hingegen kümmern sich meist am Wochenende oder abends um den Nachwuchs. Dann handelt es sich vor allem um schöne Freizeitaktivitäten – und dabei sind sie selten allein, sondern Mama ist auch da dabei, um zu unterstützen.

Gab es auch eine positive Erkenntnis?

"Die gute Nachricht unserer Studie ist, dass Eltern es allgemein sehr genießen, mit ihren Kindern zusammen zu sein", so die Wissenschaftlerin Ann Meier. Doch die Mütter wären noch glücklicher, wenn ihr größter Wunsch erfüllt würde: weniger Arbeit, mehr Spaß.

miro

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