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Zahnendes Baby? Lieber gehe ich in den Knast!


Jules Coffey erzählt, warum sie sich gerne wegen Kindesvernachlässigung verhaften lassen würde - im Gefängnis könnte sie wenigstens mal schlafen.

Frisch gebackene Eltern sind ja oft schockiert darüber, wie wenig Schlaf sie plötzlich kriegen. "Oh Gott - schlafen die denn NIE?" fragen sich viele Mamas und Papas, wenn sie völlig übernächtigt mit großen Augenringen durch die Welt wanken, weil das Baby sich immer wieder nachts meldet.

Die gute Nachricht ist: Klar, schlafen die! Die schlechte Nachricht: "Schlafen" ist das, was sie jetzt noch tun. Sobald Babys ihre ersten Zähne kriegen, schlafen sie nämlich wirklich oft GAR NICHT mehr, zum Teil wochenlang! Da kann man als Mutter schon mal extreme Gedanken haben.

So wie Jules Coffey. Die Mutter einen kleinen Tochter lud dieses Selfie auf Instagram hoch - und erklärte, warum sie jetzt eigentlich gerne mal ins Gefängnis gesperrt werden würde:

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"Alles gut, Officer! Könnten Sie mich verhaften?"

Jules beschreibt unter dem Bild, dass sie gerade vor Müdigkeit kaum tippen kann, und sie sich nicht wundern würde, wenn die Nachbarn letzte Nacht bei der Polizei ein "vernachlässigtes Kind" gemeldet hätten, das "die ganze Nacht weint, ohne dass sich irgendwer kümmert." Und sie käme damit ausgesprochen gut klar: "Nein, alles gut hier, Officer, vielen Dank. Aber wenn Sie mich jetzt netterweise verhaften würden, damit ich kurz in Untersuchungshaft ein bisschen schlafen darf, wäre ich sehr glücklich."

Jules kleine Tochter Emmison kriegt nämlich gerade ihren vierten Zahn und hat eine Entzündung an der Zunge, weil sie da mit den anderen drei Zähnen  zu doll reingebissen hat. Völlig fertig listet die Mutter auf, was sie vergangene Nacht alles mit ihrem Baby getan hat, um sie zum Einschlafen zu bewegen:

"Sie wurde gekuschelt, gewippt, gestreichelt, besungen, vor den Fernseher gesetzt (was ich normalerweise nicht okay finde, aber wenn dein Kind so starke Schmerzen hat und schreit wie nie zuvor, ist das halt mal scheißegal), nach draußen gebracht, um den Vögeln zuzugucken, ihr wurde Wasser gegeben, drei Milchflaschen, ein Medikament, Zahn-Gel, Küsse, Liebe, die Windeln wurden gewechselt, die Kleidung wurde gewechselt, und sie durfte mit dem Hund spielen (um zwei Uhr nachts, als ihre Laune am Tiefpunkt war)."

"Manchmal musst du alles tun, um zu überleben!"

Nichts funktionierte, und Jules appelliert nun alle Mamas, in der Situation den Perfektionismus über Bord zu werfen: "Ich achte streng auf Routine und gebe nicht nach. Aber in solchen Umständen ist das egal. Tu, was du tun musst, um zu überleben!"

"Alle Frauen da draußen, die ihr auch diesen Mix aus kompletter Erschöpfung und totaler Verzweiflung kennt, wenn ihr das Gefühl habt, zusammenzubrechen: Ihr seid nicht allein! Wir sind alle nur Menschen, und das durchzumachen, ist psychisch und physisch auslaugend (ernsthaft, meine Arme und mein Rücken glauben, ich war Gewichtheben). Tut, was ihr tun müsst, und zögert nicht, andere um Hilfe zu bitten!

Und bedenkt: DAS GEHT ALLES IRGENDWANN VORBEI!"

heh

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