"Bin zu depressiv": Mutter möchte Adoption in einem Brief an ihr Kind erklären

Diese Frau fühlt sich gezwungen, ihr Baby aufzugeben – es gehe ihr zu schlecht, um ein Kind großzuziehen, erklärt sie in einem traurigen Post auf Reddit und bittet um Rat. Sie fragt, ob sie ihrem Kind einen Brief schreiben soll.

"Ich bin so depressiv, seit der Vater meines Kindes und ich uns getrennt haben. Ich bleibe tagelang im Bett. In meinem derzeitigen Zustand kann ich kein Kind großziehen". Mit diesen traurigen Worten beginnt die Nachricht der schwangeren Frau, die anonym im Reddit-Forum schreibt, warum sie ihr Baby nach seiner Geburt zur Adoption freigeben will. 

Sie leide unter einer bipolaren Störung und wünsche sich für ihr Baby "zwei liebende Eltern und ein glückliches, gesundes Zuhause". Der Vater des Kindes wolle das Baby ebenfalls nicht behalten, er wolle keine Kinder haben. Bei einer bipolaren Störung handelt es sich um eine psychische Erkrankung, Betroffene leiden unter anderem unter manischen und depressiven Stimmungsschwankungen. Weiter schreibt die Mutter:

Ich denke, mein Baby verdient Eltern, die es wollen und sich um ihn kümmern können.

Sie berichtet auch, dass sie zehn Jahre lang mit dem Vater des Kindes zusammen war und sie sich erst kürzlich getrennt habe. Nach der Geburt des Kindes wolle sie eine psychiatrische Einrichtung aufsuchen. Außerdem wolle sie sich sterilisieren lassen. "Mein größter Wunsch ist es, eines Tages normal zu sein."

Ein Brief für das adoptierte Kind?

Die Reddit-User fragt die werdende Mutter nun um Rat: Ob sie ihrem Kind einen Brief schreiben solle, um ihre Gründe für die Adoption zu erklären?

Viele User, die ihr antworten, halten den Brief für eine "wundervolle Idee" und zollen der Frau Respekt für ihre Entscheidung, die "sicherlich sehr schwierig sei".

Ein User schreibt: "Als jemand, der adoptiert wurde und jetzt ein großartiges Leben führt (vermutlich besser als das, dass ich sonst gehabt hätte, wer weiß), würde ich es lieben, einen solchen Brief zu haben, der einfach erklärt, warum es so gekommen ist. Vielleicht ging es um gesundheitliche Risiken für mich?"

Eine Frau schreibt: "Als Mutter von zwei Adoptivtöchtern kann ich sagen, dass meine Töchter über einen solchen Brief sehr froh gewesen wären. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr Kind das auch sein wird.

Eine andere Frau schlägt der Mutter vor, in den Brief eine E-Mail-Adresse und ein Passwort zu schreiben. Dann könne sie über die Jahre immer wieder E-Mails an ihren Sohn schreiben und er könne diese Mails lesen, wenn er dazu bereit sei. Eine Idee, die die Mutter sehr gut findet.

Ein weiterer User schreibt ganz kurz: "Ja. Schreib diesen Brief. Er wird Tonnen an Fragen haben und dieser Brief wird helfen."

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mh
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