Ein Foto für mehr Selbstbewusstsein: Warum dieses Motiv Leahs Leben veränderte!

Die 39-jährige Fotografin Reka Nyari hat Leah porträtiert. Leah wurde von ihrem Mann missbraucht, ist tätowiert und stillt noch ihr Baby. Wie sie dargestellt wird? Wie die Jungfrau Maria...

Ein Fotoshooting kann für eine Frau die Welt bedeuten. So auch im Fall von Leah, einer jungen Mutter, die von ihrem Mann misshandelt wurde, ihn verließ, (fast) am ganzen Körper tätowiert ist und ihr Baby stillt. Sie fühlte sich in ihrem Körper nicht mehr schön – bis zum Fotoshooting mit der Fotografin Reka Nyari.

Die Wahl-New Yorkerin hat Leah symbolisch als die Jungfrau Maria abgebildet. Doch nicht etwa verhüllt, sondern komplett nackt und stillend.

Was wollen die Fotografin und ihr Model damit aussagen? "Sie ist eine Mutter und eine sexuell emanzipierte Frau. Es gibt keinen Grund dafür, warum diese beiden Kräfte nicht koexistieren sollten", sagt die Fotografin gegenüber der DailyMail.

Was Reka mit ihren Fotos beweisen wollte: Eine Frau kann eine nährende Mutter sein und gleichzeitig ein sexuelles Selbst. Die Fotos erfassen Leah als liebevolle Mama und zeigen sie gleichsam in ihrer Sexualität.

Leah, die auf den schwarz-weiß-Fotos ihren Sohn stillt, will ebenfalls mit den Fotos zeigen, dass sich Sexualität und Muttersein nicht ausschließen müssen. Diese Fotos werden sie für immer daran erinnern. "Das Projekt führte dazu, dass ich mich wieder schön fühle", erklärt Leah in der DailyMail. "Ich war so fokussiert, Mutter zu sein, dass ich vergaß, mich hinreißend zu fühlen."

Ihre Haut mit zahlreichen Tätowierungen geschmückt, ihre Brüste prall mit Muttermilch gefüllt. So sexy zeigt sich die junge Mutter auf den Fotos – und hält gleichzeitig liebevoll ihr Baby im Arm.

"Ich hoffe, dass Menschen, die die Fotos betrachten, die Nachricht dahinter erkennen: Die Natürlichkeit und Liebe der Mutterschaft einerseits. Und anhand meiner Vergangenheit die emanzipierte Stärke andererseits", sagt Leah.

Die Fotografin Reka Nyari fotografiert seit nun mehr drei Jahren Frauen, die großflächig tätowiert sind und erfasst dadurch ihre Lebensgeschichten.

Als Reka selbst ihre Tochter zur Welt brachte, entstand in ihr der Wunsch, eine Fotoserie über Sexualität und Stillen zu produzieren. Reka bemerkte, dass es in vielen Teilen der Welt noch ein Tabu zu sein scheint, sein Kind in der Öffentlichkeit zu stillen. Sie wollte sich dem entgegenstellen.

Warum das Symbol von der Jungfrau Maria? "Sie ist das ultimative Symbol von Mutterschaft und Liebe", erklärt Reka. Deshalb wählte sie die Mutter Jesu als Symbol, um die schöne, stillende Leah zu porträtieren.

Auf Leah wurde Reka aufmerksam, als sie ihre Fotos auf Instagram sah. Prompt fragte die Fotografin Leah an, ob sie Interesse hätte, an ihrem Projekt teilzunehmen.

Warum fiel ihre Wahl gerade auf Leah? "Sie ist stark tätowiert, hat jüngst ein Baby bekommen, das sie noch stillte", erklärt Reka. "Leah hat eine einzigartige Lebensgeschichte... sie hat ihren Mann verlassen, der sie misshandelt hat, und ist nun alleinerziehende Mutter."

Für Reka steht die Geschichte der Frauen, die sie porträtiert, im Vordergrund: narrative Fotografie. Viele ihrer Models wurden von ihren Partnern misshandelt oder sind traumatisiert.

Bevor es zum Shooting mit Leah kam, haben sie monatelang hin und her geschrieben, hat Reka Leahs Leben kennenlernen wollen. Der Grund dafür: Jede Foto-Story, die Reka produziert, soll authentisch sein, gleichzeitig visuell ansprechend und schön. Dafür muss Reka eine Vertrauensbeziehung zu ihren Models aufbauen. "Ich fühle mich geehrt, dass sie sich mir öffnen und es mir gestatten, ihre Lebensgeschichte mit der Welt zu teilen", erklärt Reka.

Und Rekas Vorliebe für tätowierte Frauen? Reka: "Da ist eine Geschichte hinter jedem Accessoire, jedem Symbol, jeder Pose auf einem Foto. Aber die Geschichte meiner Models steht mit Tinte auf ihrem Körper geschrieben..."

Video-Tipp: So mutig wirbt Mutter um Verständnis für postnatale Depressionen

So mutig wirbt eine junge Mutter um Verständnis für Postnatale Depressionen

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-MOM-Newsletter

MOM-Newsletter

Mit unserem Newsletter erfährst du alles über die neuesten Online-Beiträge und verpasst keine MOM-Ausgabe!