Die Gedanken dieser Schulkinder machen betroffen

Eine Grundschullehrerin bat ihre Schüler, die Dinge aufzuschreiben, die sie gerade am meisten beschäftigen - das Ergebnis brach ihr das Herz.

Kinder verstehen, um ihnen zu helfen

Bereits vor einiger Zeit gab eine Grundschullehrerin ihren Schülern eine besondere Aufgabe: Sie sollten den Gedanken auf einen Zettel schreiben, der sie im Moment am meisten beschäftigt. Das Ergebnis brach der Lehrerin das Herz. Diese Aufgabe verschaffte ihr aber auch mehr Zugang zu den Kindern und half ihr somit, das Verhalten besser zu verstehen.

Sie inspirierte mit ihrer Vorgehensweise andere Lehrerinnen und Lehrer - eine von ihnen war Kyle Schwartz. Kyle unterrichtet eine dritte Klasse an der Doull Elementary School in Denver, Colorado. Die meisten ihrer Schüler kommen aus sozial schwachen Familien. 92 Prozent der Kinder haben aufgrund der finanziellen Lage ihrer Eltern Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen.

Das sind die Auswirkungen einer Sympathieschwangerschaft

Die persönlichen Schicksale brachen ihr das Herz

"Als ich angefangen habe, hier zu arbeiten, hatte ich Probleme, die Lebenssituation meiner Schüler nachzuvollziehen und wusste nicht genau, wie ich sie am besten darin unterstützen kann. Ich hatte das Gefühl, etwas ganz Entscheidendes nicht über sie zu wissen."

Um einen besseren Einblick in die Welt der Kinder zu bekommen, sollten sie den Satz "Ich wünschte, meine Lehrerin wüsste ..." vervollständigen. Während einige der Kinder erwartbare Gedanken wie den Wunsch nach mehr Freizeit und weniger Hausaufgaben niederschrieben, trieben andere Beiträge Kyle die Tränen in die Augen.

Ein Schüler schrieb, dass er keinen einzigen Stift zu Hause besitzen würde, ein anderer, dass er seinen Vater das letzte mal vor sechs Jahren gesehen hat, da dieser abgeschoben wurde. Wir zeigen euch die ergreifenden Antworten:

"Ich wünschte meine Lehrerin wüsste, dass ich keine Freunde zum Spielen habe."

"Ich wünschte meine Lehrerin wüsste, dass meine Leseliste oft nicht unterschrieben ist, weil meine Mutter so selten zu Hause ist."

"Ich wünschte meine Lehrerin wüsste, dass mich meine Klassenkameraden immer ärgern - ich hasse es!"

"Ich wünschte meine Lehrerin wüsste, dass ich trotz großer Bemühungen keine guten Noten bekomme. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber ich bin einfach zu gestresst, um gute Leistungen zu erbringen. Aber wenn ich in ihren Unterricht komme, fühle ich mich gleich besser."

"Ich wünschte, meine Lehrerin wüsste, dass ich im Bus immer von den anderen Kindern tyrannisiert werde."

Die Leistungen der Schüler sind eben nicht nur vom Unterricht ihrer Lehrer abhängig. Sie stehen immer auch unter dem Einfluss familiärer Ereignisse und sozialem Druck - das sollten sich viel mehr Lehrerinnen vor Augen führen und sich an Kyle Schwartz orientieren.

LV
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