So fühlt es sich an, eine Sternenkind-Mama zu sein

"Ich hatte keine Ahnung, wie sehr man jemanden lieben kann, den man schon vermisst.“ Mutter und Bloggerin Rachel Whalen offenbart die Verzweiflung einer Sternenkind-Mama. 

Leere Hände statt einer Wiege mit einem Baby. Verzweiflung statt Glück. Wenn eine Frau ein Kind verliert, bleibt ein zerbrochenes Mama-Herz zurück. Wie es sich anfühlt, eine Sternenkind-Mama zu sein, offenbart die amerikanische Mutter und Bloggerin Rachel Whalen in einem bewegenden Facebook-Post. Das Schreiben, so Rachel, helfe ihr dabei, nach zwei sehr frühen Fehlgeburten und der stillen Geburt ihrer Tochter Dorothy, ihr gebrochenes Herz zu heilen ... Rachel schreibt:

Wenn ich erwähne, dass meine Tochter gestorben ist, höre ich oft ein erschrockenes, „Oh, das tut mir leid, das wusste ich nicht! Innerlich muss ich dann schmunzeln, auf die traurige Weise, denn es erinnert mich an alles, von dem ich keine Ahnung hatte, bevor mein Baby starb.

Mit ihren Worten möchte Rachel zeigen, wie schwer es ist, sich von einem kleinen Menschen zu verabschieden, den man verloren hat, bevor man ihn überhaupt richtig kennenlernen durfte ...

Ich hatte vorher keine Ahnung, dass es möglich ist, ein totes Baby zu gebären. Ich hatte keine Ahnung, dass das Leben enden kann, bevor es beginnt.

Ich hatte keine Ahnung, dass man sein Baby im Arm halten kann, nachdem es gestorben ist. 

Ich hatte keine Ahnung, wie sehr man jemanden lieben kann, den man schon vermisst.

Ich hatte keine Ahnung, dass es so kleine Mützchen gibt.

Ich hatte keine Ahnung, wie schwer es sein würde, meine Tochter mit der Krankenschwester gehen zu lassen, und zu wissen, dass ich sie nie wiedersehen würde.

Ich hatte keine Ahnung, wie viel Papierkram es mit sich bringt, zu entscheiden, wie dein Kind beerdigt werden soll. 

Ich hatte keine Ahnung, wie es sich anfühlt, das Krankenhaus mit einer Schachtel voller Erinnerungen zu verlassen. Anstatt mit einem Baby.

Ich hatte keine Ahnung, dass ein Baby eine Todesurkunde bekommen kann, ohne jemals eine Geburtsurkunde zu haben.

Ich hatte keine Ahnung, dass es so kleine Urnen gibt. Ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene Beileidskarten gibt.

Rachels Worte offenbaren auch, auf wie viel Unverständnis sie seit der Geburt ihres Sternenkinds gestoßen ist: 

Ich hatte keine Ahnung, wie unwohl sich andere Menschen durch meine Geschichte fühlen würden.

Ich hatte keine Ahnung, dass es so viele Ausreden gibt, um eine Person nicht treffen zu müssen, die ihr Baby verloren hat.

Ich hatte keine Ahnung, wie viel eine einzige Person weinen kann.

Ich hatte keine Ahnung, dass es möglich sein würde, weiterzuleben, wenn es sich anfühlt, als sei das Leben längst vorbei.

Es gab so viel von dem ich keine Ahnung hatte. Jetzt habe ich sie.

Ihren berührenden Brief beendet Rachel mit der Bitte um Verständnis für die tiefe Trauer von Sternenkind-Eltern:  

Und allen da draußen, die keine Ahnung haben: Betrachtet es als euer Privileg! Wenn ihr keine Ahnung habt, wie es sich anfühlt, euer Baby zu beerdigen, bitte verurteilt uns nicht dafür, wie wir mit unserem Verlust umgehen. Denn es gab einmal eine Zeit, in der wir auch keine Ahnung hatten.

Jetzt haben wir sie.

Videotipp: Wie man lernt, mit der schlimmsten Trauer umzugehen

Wie man lernt mit der schlimmsten Trauer umzugehen
mh
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