Alleinerziehende Mutter bewegt alle mit ihren Worten zu Kinderarmut

Nur wenige Worte braucht die junge Mutter aus Köln, um eine für sie alltägliche Situation zu schildern. Und damit bewegt sie tausende im Netz.

Sie brauchte nur drei Tweets, um tausende Leser zu rühren: Die Twitter-Nutzerin @MaulendeMirthe, eine alleinerziehende Mutter, die aktuell von Arbeitslosengeld II lebt, hat nun eine alltägliche Situation geschildert, die sie mit ihrem Sohn erlebt hat:

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Wer diese Worte liest, den kann die Situation kaum kaltlassen. Der Junge schämt sich, in der Schule sein Pausenbrot von Mama zu essen, aber er traut sich auch nicht, Mama nach Geld zu fragen - also leiht er sich etwas bei seinen Kameraden. Diese Situation hat nicht nur die Mutter selber bewegt.

Es geht um das Gefühl, nicht ums Geld

Viele Twitter-Nutzer boten daraufhin ihre Hilfe an, wollten Mutter und Sohn zum Essen einladen oder etwas Geld spenden. Doch darum geht es der jungen Frau nicht, schreibt sie weiter. Das Problem seien nicht 2 Euro in der Woche, sondern das Gefühl, dass ihre Lebenssituation offenbar in ihrem Sohn auslöst.

In einem Interview mit stern.de schildert die junge Mutter: "Ich habe mich hilflos gefühlt, weil mir erneut bewusst wurde, was Armut mit meinem Kind anstellt: Er hat ständig das Gefühl, eine Belastung zu sein, berechnen zu müssen, was finanziell möglich ist und was eben nicht." Sie sieht vor allem die Politik in der Pflicht, Familien und alleinerziehenden Müttern zu helfen, die in einer ähnlichen Lage stecken.

Armut als Teufelskreis

Im Interview nennt die junge Mutter Armut einen "Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist. Da meine Stadt die Betreuung an weiterführenden Schulen nicht trägt, kommt mein Kind um 14 Uhr nach Hause. Hätte ich ausreichende Betreuung, könnte ich womöglich Vollzeit studieren und auch noch 450 Euro dazuverdienen."

Sie meint, so könne es nicht weitergehen - die Politik habe keine andere Wahl, als diese angespannte Situation nun in Angriff zu nehmen und zu lösen. Ihr selber und allen anderen betroffenen Eltern und Alleinerziehenden wäre es nur zu wünschen …


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