"Nur drei Weihnachtsgeschenke - mehr brauchen Kinder nicht!"

Eine Bloggerin erzählt, warum sie ihre Kinder nicht mit Weihnachtsgeschenken zuschütten möchte - und trifft damit bei vielen einen Nerv.

"Meine Eltern verwöhnten mich damals!"

Weihnachtsgeschenke sind das Tollste an Weihnachten - jedenfalls, wenn man Kinder fragt. Klar, Kekse, Tannenbaum und besinnliche Stimmung sind auch schön, aber eindeutig nicht so aufregend wie Spielzeug und Geschenke, die man sich vom Taschengeld niemals leisten könnte. Da sind selbst die kleinsten Kinder große Materialisten - und den meisten von uns ging es früher ja selbst nicht anders.

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Bloggerin Kathy Radigan beschreibt in einem viel geteilten Blog-Eintrag, dass sie als Kind von ihren Eltern regelrecht mit Geschenken überschüttet wurde. Das fand sie natürlich toll - aber am Ende der Geschenke-Auspackschlacht hatte sie oft schon einige "unwichtigere" Präsente komplett vergessen. Jetzt, wo sie selbst Mutter ist, wollte sie bei ihren Kindern einen bewussteren Umgang mit Weihnachten erzielen. Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie die "Drei-Geschenke-Regel" ein.

Drei - nicht mehr, nicht weniger

In den USA ist diese Regel schon länger verbreitet und hat sogar ihren eigenen kleinen Reim: "Something they want, something they need and something to read"; also das eine Geschenk, das sie UNBEDINGT haben müssen, was Praktisches und was zum Lesen. Das klingt auf den ersten Blick sehr nüchtern und sparsam - doch Kathy und ihre Familie, auch die Kinder, sind seit Jahren begeistert davon. Das Gefühl, zu kurz zu kommen, hat dort niemand.

Gleiche Freude, viel weniger Stress

Die Vorteile der Regel klingen zumindest überzeugend: Kathy beschreibt, wie die Kinder schon im Vorfeld sehr genau darüber nachdenken, welche Spielsachen sie WIRKLICH haben wollen, und was ihnen auf den zweiten Blick gar nicht so wichtig ist.

Auch für die Eltern hat die Regel nicht nur finanzielle Vorteile: "Ich sah, wie meine Freundinnen sich wie verrückt abhetzten um wirklich alles auf den Wunschzetteln ihrer Kinder zu besorgen. Gleichzeitig mussten sie penibel darauf achten, dass jedes Kind genau gleich viele Geschenke kriegte", schreibt sie. "Und ich erinnerte mich, dass meine Mutter auch enormen Stress deswegen hatte. Ich wollte lieber ein Weihnachten, wo meine Kinder und ich einfach Freude an den Geschenken hatten, die es gab - und an der Zeit, die wir gemeinsam verbrachten."

Zu wenig? Oder ausreichend?

Drei Geschenke klingen auf den ersten Blick nicht gerade nach einem besonders großzügigen Weihnachtsmann. Aber sind drei wirklich gut gewählte Dinge, über die sich das Kind von Herzen freut, nicht andererseits viel besser als zehn Spielsachen, von denen mindestens vier nach einer halben Stunde uninteressant sind? Und bei einer großen Familie staunen Eltern jedes Jahr wieder neu, wie groß der Geschenke-Stapel dank Omas, Opas, Onkel und Tanten ohnehin noch wird. 

Natürlich gibt es keine "richtige" Anzahl von Weihnachtsgeschenken, da hat jede Familie ihren eigenen Weg. Aber gemeinsam zu überlegen, welche Weihnachtswünsche wirklich Freude bringen, und welche vielleicht nur cool in der Spielzeugwerbung aussehen - das könnte doch auch eine nette Adventstradition sein, oder?

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