Mein Mann und ich schenken uns nichts mehr - warum eigentlich?

"Mein Mann und ich schenken uns schon lange nichts mehr." Wie konnte es so weit kommen? Bloggerin Uta wundert sich über den Geschenke-Irrsinn zu Weihnachten.

Unser Blog-Liebling: Wie wird man eine glückliche Familie? Das versucht Bloggerin Uta auf Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo? im Selbstversuch rauszufinden und schreibt Ihre besten Tipps und lustigsten Erfahrungen für uns auf. Ein echter Lebens- (und Liebes-) Retter, dieses Blog - und unterhaltsam dazu. Wir gehen jetzt erstmal Geschenke für unsere Männer kaufen.

Blog-Auszug: Strahlende Männeraugen

Neulich hatte ich wieder Cafeteria-Dienst in unserer Schule. Beim Aufräumen sagte eine der anderen Mütter: "Mein Mann und ich schenken uns schon lange nichts mehr zu Weihnachten." Die anderen nickten. "Es reicht schon der ganze Stress mit den Geschenken für die Kinder."

Ich schaute in den riesigen Topf, den ich gerade abtrocknete. "Nichts mehr zu Weihnachten... nichts mehr ..." Mir war, als hörte ich ein trauriges Echo vom Grund des Topfes. "Nichts mehr ..."

Wer seit November eine durch 24 teilbare Zahl von Päckchen für Söhne und Töchter geschnürt hat, wer für den Weihnachtsmarkt in der Schule gebacken und gebastelt hat, wer zum Nikolaus die Stiefel gefüllt hat und gleich wieder los muss für die persönlichen "Kleinigkeiten" für die Patentante, den Briefträger, den Zeitungsboten, den Saxophonlehrer, die Hip-Hop-Trainerin ...

.... ist irgendwann durch mit Weihnachten und mit der Liebe.

Dann hat es sich ausgeliebt, dann ist es ein Geschenk, wenn man mit dem Menschen, den man vor den Kindern und dem Labrador kannte, auf dem Sofa dösen darf.

Dann können wir so weiter machen, bis auf uns die Beschreibung passt, die die Journalistin Marie-Luise Scherer auf ihre Tanten gemünzt hat: "Soweit ich meine Tanten überblicke, war jede eine Herrscherin, die ihren Mann mehr ertrug, als dass sie ihn liebte. Und wenn im Alter diese Männer nicht mehr aus der Küche wichen, nur noch im Wege saßen und ein Faktor der Unordnung waren, machten sie sich bald ans Sterben."

Können wir nicht bei den Kindern ein Geschenk streichen, dem Saxophon-Lehrer einmal warm die Hand drücken, die Kekse kaufen und der Liebe unseres Lebens zu Weihnachten eine echte Freude machen?

Doch es gibt auch das andere Extrem. Neulich habe ich mich mit meiner Freundin Marie auf einen Kaffee getroffen. Mal wieder Herzausschütten in dem tobenden Trennungskampf mit Hannes, ihrem Mann.

Rosenkrieg seit Monaten. Und vier Kinder kauern in den Schützengräben.

Ich hatte gerade Zucker auf den Cappuccino-Schaum rieseln lassen, als sie meinte: "Ich habe ja schon vor Wochen was Schönes für Hannes zu Weihnachten bestellt." -

"Gibt es einen neuen Hannes?" -

"Nein, für den alten Hannes", meinte sie und schüttelte ihr Zuckerpäckchen. "Wir kennen uns so lange. Ich weiß doch, worüber er sich freut."

Hattet ihr schon mal Milchschaum in der Luftröhre? Der Horror.

Weihnachten ist verrückt, oder?

Immer schön fröhlich den Liebsten beschenken!

Text von Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo auf www.wer-ist-eigentlich-dran-mit-katzenklo.blogspot.de

Fotos: privat
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