VG-Wort Pixel

Mütter über's Stillen Fläschchen statt Brust? Lasst das doch Mamasache sein

Eine Mama füttert ihr Baby mit Fläschchen
© Prostock-studio / Adobe Stock
Das Stillen eines Babys ist etwas sehr Persönliches und die Entscheidung sollte bei der Mama liegen. Doch oft glauben andere, es besser zu wissen. Mütter erzählen von ihren Erlebnissen.

In vielen Momenten gibt es Menschen, die uns ungefragt Ratschläge geben oder uns zu etwas drängen wollen, dass wir nicht möchten. So auch beim Stillen eines Babys. Dabei können Mütter eine Vielzahl an Gründen haben, die gegen das Stillen sprechen. Es nicht zu wollen, zählt ebenfalls dazu. Bei einigen Frauen mag das Stillen reibungslos funktionieren und sie fühlen sich damit wohl. Andere haben aber vielleicht Probleme damit, Milch zu produzieren oder sie erleiden Entzündungen an der Brust. Wenn es nicht klappt, kann das für Mütter sehr belastend sein. Vor allem wegen des gesellschaftlichen Drucks, der von allen Seiten auf sie einprasselt. Klappt es dann weiterhin nicht, machen sie sich oft Vorwürfe – oder noch schlimmer: andere Menschen beleidigen sie.

Viele Mamas müssen sich mehrmals erklären

Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, ob man als Mutter stillen möchte, stillen kann oder stillen will – und sie ist auch diejenige, die das Entscheidungsrecht haben sollte. Denn es ist ihr Körper und es sollte auch ihr damit gut gehen. Für manche Außenstehende scheint das aber nicht verständlich zu sein. Sie mischen sich ein und akzeptieren die Meinung der frischen Mama nicht. Das Problem: Irgendwer ist immer unzufrieden. Ob nun bei der Erziehung oder beim Stillen, es gibt immer etwas, was in ihren Augen falsch läuft. In unserer Community haben Frauen, die nicht stillen wollten oder konnten, sich ganz ehrlich über ihre Erfahrungen mit ihrem Körper, aber auch denen mit anderen Menschen ausgetauscht.

Zu viel Druck von außen

Wenn sich eine Frau gegen das Stillen entscheidet, kommt die Kritik meist aus dem ganzen Umfeld. Freund:innen oder Familienmitglieder, Hebammen und Ärzt:innen drängen dazu, weiterzumachen. Ein Thema, das inzwischen auch öffentlich diskutiert wird. Die Influencerin MEL berichtet beispielsweise auf dem Instagram-Account "deine_mamagefuehle" von ihren damaligen Erfahrungen mit dem Stillen. Sie habe das Gefühl nicht gemocht: "Es war unangenehm und tat weh", erklärt sie in einem Video. Trotzdem habe sich die junge Mama wegen des Drucks von anderen Personen zuerst schwer mit ihrer Entscheidung getan, abzustillen. Kommentare wie: "Es ist aber doch das Beste für dein Kind", kamen unter anderem von Freund:innen und der Familie.

Am Ende entschließt sie sich aber für den Weg, der sich für sie richtig anfühlt: "Ich habe abgestillt und ich habe eine sehr gute Bindung zu meinen Kindern", erklärt sie weiter. Sie habe ihren Kindern gerne die Flasche gegeben, weil es schön gewesen sei und sie die Bindung genossen habe. Außerdem habe sie die Freiheiten sehr zu schätzen gewusst, die sie dadurch hatte. Denn durch die Umstellung sei sie nicht mehr die Einzige gewesen, die das Kind füttern konnte. Das habe ihr dabei geholfen, sich wieder gut zu fühlen und ihre Kinder seien trotzdem gesund und allergiefrei. "Das war für mich, für uns, die richtige Entscheidung", so die Mama.

Du möchtest dich mit anderen Eltern zu allen möglichen Themen austauschen? Beispielsweise dazu, wie das Wochenbett, die Schwangerschaft oder die Geburt war? Dann schau gerne auf unserer Urbia-Plattform oder unserer ELTERN Facebook-Seite vorbei.

Verwendete Quellen: Urbia, instagram.de/deine_mamagefuehle

lkl Brigitte

Mehr zum Thema