8 Gründe, warum du dein Kind nicht mit anderen Kindern vergleichen solltest

Was kann mein Kind nicht, was andere in seinem Alter schon können? Das ist die tödlichste aller Mama-Fragen. Acht Gründe, warum du dein Kind nicht mit anderen Kindern vergleichen solltest.

Als Mutter kommt man nicht drum herum, sein Kind mit anderen Kindern zu vergleichen. Verwunderlich ist das nicht, schließlich wimmelt es im Internet, Büchern und Zeitschriften nur so von groben Richtlinien, wann ein Kind was können muss.

Das erste Wort sprechen Kinder demnach mit etwa einem Jahr. Das Krabbeln wird schon zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat erlernt. Zwischen acht und zehn Monaten zieht sich das Durchschnittsbaby hoch und lernt zu stehen, bevor es zwischen dem zehnten und zwölften Monat dann zu laufen beginnt.

Der Baby-Wettkampf und die Sorgen der Eltern

Der Baby-Wettkampf beginnt jedoch schon viel früher, wenn Mamas das Gewicht, die Größe oder den Kopfumfang der Babys miteinander vergleichen. Und er hält auch noch lange an, etwa wann das Kind zu zählen, zu lesen und zu schreiben anfängt, gefolgt von der Ambition, dass das eigene Kind die besten Ergebnisse in der Schule oder im Sport erzielt.

Doch warum tun Mütter und Väter sich das an? Es ist wohl eine Mischung aus dem Survival-of-the-fittest-Gedanken und der Sorge, das eigene Kind könne in irgendwas hinterherhinken, was ihm im späteren Leben einen Nachteil verschafft. Doch das ist in den allerseltensten Fällen auch tatsächlich der Fall.

Kinder entwickeln sich individuell

In Wirklichkeit entwickelt sich jedes Kind individuell, in seiner eigenen Geschwindigkeit. Mütter sollten Experten zufolge ihren Kindern vertrauen, dass sie schon alles zur rechten Zeit erlernen werden. Wie lange ein Kind schläft, wie viel es essen möchte und wie sehr es an anderen Kindern interessiert ist (oder eben auch nicht), hängt nicht von seinem Alter ab, sondern in erster Linie von seiner Persönlichkeit. Jedes Kind ist anders, hat andere Stärken und Schwächen. Es liegt mal im "Durchschnitt", mal darüber, mal darunter.

Hier kommen acht Gründe, warum du dein Kind nicht mit anderen Kindern vergleichen solltest:

  1. Jedes Kind ist individuell und verdient es so geliebt und akzeptiert zu werden, wie es ist.
  2. Vergleichst du dein Kind, gibst du ihm das Gefühl, fehlerhaft zu sein – das führt zu einem geringen Selbstwertgefühl.
  3. Vergleichst du dein Kind, setzt du es automatisch unter Druck. Vielleicht ist es einfach noch nicht so weit. Lass ihm die Zeit, die es braucht.
  4. Kinder, die früh mit anderen Kindern verglichen werden, fühlen sich gezwungen, sich anzupassen. Sie können sich so nicht frei entwickeln.
  5. Jeder Mensch braucht das Gefühl, "auszureichen." Weist du ein Kind auf seine Mängel hin, bekommt es das Gefühl, nicht "genug" zu sein.
  6. Kinder orientieren sich an ihren Eltern, wollen sie stolz machen. Doch sie sind nicht dafür da, ihren Eltern zu gefallen. Es genügt, wenn sie sich selbst gefallen. Werden Kinder miteinander verglichen, bekommen sie das Gefühl, dem Anspruch der Eltern gerecht werden zu müssen.
  7. Ein Kind, das mit anderen verglichen wird, lernt nie, dass es auch in Ordnung ist, wenn man mal den zweiten, dritten oder auch letzten Platz besetzt. Es wird glauben, immer perfekt sein zu müssen – was im späteren Leben die Burnout-Gefahr erhöhen kann.
  8. Wer sein Kind vergleicht, steckt es in eine Schublade. "Mein Kind hat erst spät zu sprechen begonnen" – und zack gehört es zu denjenigen, die hinterherhinken.

Entspannte Eltern, entspannte Kinder

Sei nicht stolz darauf, wenn dein Kind "durchschnittlich" ist. Sei stolz darauf, dass dein Kind einzigartig ist! Vielleicht hat es erst später angefangen zu laufen – vielleicht hat es aber schon früher angefangen zu greifen. Vielleicht kann es noch nicht bis zehn zählen, dafür aber schon seinen Lieblingsvers auswendig. Und vielleicht schläft es immer noch nicht durch, kann aber jetzt schon hervorragend Sandburgen bauen.

Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen, lernt in seiner eigenen Geschwindigkeit. Wir helfen nicht nur ihnen, wenn wir mit endlosen Vergleichen aufhören, sondern auch uns selbst. Je entspannter wir die Entwicklung unserer Kinder beobachten, desto mehr können wir die gemeinsame Zeit genießen – und die Charaktere der Kleinen kennenlernen, so wie sie sind...

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kao

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