Ab wann darf man mit einem Baby Flugzeug fliegen?

Wenn das Baby erst einmal auf der Welt ist, gestalten sich die ersten Wochen zunächst anstrengend. Danach ist man ganz schnell urlaubsreif. Doch ab wann darf man mit einem Baby überhaupt Flugzeug fliegen?

In den letzten Schwangerschaftswochen ist das Flugzeugfliegen verboten. Allzu dramatisch ist das nicht, da sich viele hochschwangere Frauen ohnehin nur mäßig bewegen können, geschweige denn zu der Zeit einen Städtetrip planen. Doch wie sieht es nach der Geburt aus?

In den ersten Wochen nach der Geburt denken die meisten Frauen (noch) nicht an Urlaub. Sie möchten sich an den neuen Alltag gewöhnen, sind müde und erschöpft vom Stillen und der Säuglingsbetreuung. Wenn das Mamasein allerdings langsam zur Gewohnheit wird, ist die ein oder andere frisch gebackene Mama urlaubsreif. Jetzt ein bisschen Sonne tanken und am Meer liegen, ein Tapetenwechsel und Aufenthalt in einem Hotel, bei dem man weder putzen noch kochen muss...das wäre jetzt genau das Richtige! Doch darf man mit einem Baby überhaupt fliegen? Und wenn ja, ab wann?

Was die Airlines erlauben

Zunächst einmal: Fliegen mit einem Baby ist erlaubt. Die meisten Fluggesellschaften gestatten schon Babys im Alter von zwei Wochen. Zwar muss man in den meisten Fällen keinen extra Sitz für den Säugling buchen, da es eh auf Mamas oder Papas Schoß fliegt. Allerdings verlangen die meisten Airlines dennoch einen Aufpreis für Kinder unter zwei Jahren.

  • Condor verlangt beispielsweise 10 Prozent des Nettoflugpreises.
  • Bei Lufthansa fliegen Kinder unter zwei Jahren hingegen auf innerdeutschen Strecken kostenfrei mit, auf internationalen Flügen allerdings verlangt auch Lufthansa 10 Prozent des Flugtickets für das Kleinkind.
  • Easyjet verlangt für alle Kinder unter zwei Jahren 24 Euro Gebühr – unabhängig vom Flugticketpreis und Zielort.
  • TuiFly berechnet für Kurz- und Mittelstreckenflüge 15 Euro pro Kind unter zwei Jahren, für Fernstrecken sogar 50 Euro.
  • Germanwings nimmt für Kurz- und Mittelstreckenflüge ebenfalls 15 Euro pro Kind unter zwei Jahren, für Langstreckenflüge hingegen 75 Euro.
  • Bei Ryanair bezahlen Eltern für Kinder unter zwei Jahren pauschal 20 Euro pro Flugstrecke, unabhängig vom Reiseziel.
  • Wer mit Air Berlin fliegt, zahlt für Kinder unter zwei Jahren 15 bis 20 Prozent des regulären Flugpreises.

Für alle Airlines gilt: Für Kinder ab zwei Jahren muss ein eigener Sitzplatz gebucht werden.

Was Experten empfehlen

Gesundheitsexperten empfehlen dennoch, mit einem Baby erst ab einem Alter von vier bis fünf Monaten zu fliegen. Grund dafür ist das Immunsystem des Babys, das davor noch nicht ausreichend gestärkt ist, um vor Viren und Bakterien gefeit zu sein.

Ein weiterer Aspekt, den Eltern beachten sollten, ist das individuelle Befinden und die Entwicklung des Kindes. Jedes Baby ist anders. Ist der Säugling kein guter Schläfer oder leidet häufig unter Bauchschmerzen, raten Experten, mit dem Fliegen etwas länger zu warten. Gleiches gilt, wenn das Baby Zahnschmerzen plagen oder gar eine Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung. Auch Atemwegserkrankungen sollte ein Kinderarzt vor dem Flugbeginn ausschließen.

Fliegen mit Babys unter einem Jahr: stressfreier als man denkt

Ist das Baby gesund und gehört zu der etwas ruhigeren Spezies, kann man bedenkenlos mit dem Winzling verreisen. Üblicherweise gestaltet sich das mit einem Baby unter einem Jahr sogar stressfreier, als Mamas und Papas befürchten, denn gerade die Kleinsten schlafen noch viel und haben (noch) keinen allzu großen Bewegungsdrang.

Beim Fliegen mit einem Baby sollten Eltern dennoch folgendes beachten:

  • Babys können bei Start und Landung keinen Druckausgleich machen. Gibt man dem Baby währenddessen aber etwas zu trinken, wird durch das Schlucken automatisch ein Druckausgleich ermöglicht. Praktisch!
  • Flugzeugluft ist meist trocken. Nasentropfen für Babys helfen, die Schleimhäute des Zwerges zu befeuchten.
  • Das Baby sollte im Flieger warm eingepackt sein, da die Klimaanlage oft eisig zieht.
  • Babynahrung darf und sollte im Handgepäck mitgeführt werden. Für den Fall der Fälle auch Windeln, Spielzeug und Wechselkleidung.

Video-Tipp: So schläft dein Baby durch

Baby

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