Bekommen späte Mütter öfter Zwillinge?

Angeblich bekommen späte Mütter öfter Zwillinge. Aber stimmt das wirklich? Was dran ist an diesem Mythos, erklären wir im Video.

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Video: Bekommen späte Mütter öfter Zwillinge?

Stimmt es wirklich, dass späte Mütter häufiger Zwillinge bekommen? Wir klären Sie auf:

Jeden Monat wartet eine Vielzahl von Eierbläschen in den Eierstöcken darauf, reif zu werden. Normalerweise sorgt ein Hormon dafür, dass jeden Monat ein befruchtungsfähiges Ei heranreift. In seltenen Fällen können es auch zwei Eier sein. Je älter Frauen werden, desto mehr Hormone sendet der Körper aus – mehr als eigentlich benötigt werden. Deshalb stimmt tatsächlich: Bei späten Müttern reifen häufiger zwei Eier heran – die Chance auf Zwillinge wächst.

Außerdem unterziehen sich Frauen mit Kinderwunsch um die 40 häufiger einer Hormonbehandlung. Das verstärkt natürlich: Durch die zusätzlichen Hormone haben mehr Eier die Möglichkeit, heranzureifen – und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass späte Mütter Zwillinge bekommen

Eine weitere Möglichkeit, als Mutter noch spät Kinder zu bekommen, ist die künstliche Befruchtung. Dabei werden der Frau Eier entnommen und im Labor mit Spermien zusammen geführt, so dass Embryonen entstehen. Danach werden der Frau gleich mehrere Embryonen in ihre Gebärmutter eingepflanzt. Die Chance, schwanger zu werden steigt – und genauso, die Wahrscheinlichkeit, dass diese späte Mutter Zwillinge oder Mehrlinge bekommt. Mehr als ein Drittel der späten Mütter, die sich für eine künstliche Befruchtung entschieden haben, entbinden Zwillinge.

So häufig gibt es Zwilling insgesamt übrigens nicht: Zwillinge machen nicht einmal zwei Prozent aller Geburten aus. Das sind trotzdem doppelt so viele wie vor 20 Jahren.

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