Baby baden: So geht es richtig!

Das Baden deines Babys ist nicht nur Mittel zum Zweck, um die Kleinen zu säubern – es ist auch eine schöne Erfahrung und gemeinsame Zeit mit deinem Kind. Wir geben Tipps, worauf du beim Baby baden achten musst.

Ab wann kann ich mein Baby baden?

  • Direkt nach der Geburt sollten Babys noch nicht gebadet werden! Vor dem ersten Bad muss der Nabel abgefallen und bereits gut verheilt sein. Andernfalls könnten Keime in die Wunde gelangen. Im Zweifelsfall lieber erst den Kinderarzt oder die Hebamme fragen!
  • In der Zwischenzeit wäschst du das Baby mit einem nassen Waschlappen. Gerade auch nach jedem Windelwechsel ist es besonders wichtig, dass das Baby mit Wasser und eventuell etwas Pflegeöl gesäubert wird.

Wie oft sollte man Babys baden?

Babys sollten nicht zu häufig gebadet werden: Ab einem Alter von sechs bis acht Wochen, sind ein bis zweimal pro Woche Baden für das Baby genug. Dabei reicht ein Bad von fünf bis zehn Minuten vollkommen aus. Die empfindliche Babyhaut wird so geschont. Und gerade kleine Babys könnten sich bei längerem Baden unterkühlen.

Baby

Baby baden: Welcher Zeitpunkt ist geeignet?

  • Dem Baby gefällt das Bad am besten, wenn es noch recht munter, gut gelaunt und nicht müde ist. Wenn es gerade Hunger bekommt, ist das kein guter Zeitpunkt für ein Bad. Aber auch direkt nach einer Mahlzeit sollte es nicht baden!
  • Optimalerweise findet das Baden an festgelegten Badetagen statt und ist fest im Tagesablauf integriert: So kann sich das Baby auf die Routine besser einlassen.
  • Das Baby abends zu baden, hat den Vorteil, dass das Baby danach normalerweise schön müde ist und gut schläft.

Vorbereitungen für das Baden

  • Bei ganz kleinen Babys kannst du das Waschbecken als Badewanne nutzen. Anschließend gibt es spezielle Baby-Badewannen oder Badeeimer für Babys (keinen Haushaltseimer verwenden!): Sie lassen sich auf eine angenehme Höhe stellen, sodass die Eltern das Baby die ganze Zeit halten können. Sind die Babys schon ein bisschen größer, kann die Baby-Badewanne auch in die große Wanne gestellt werden: Das ist vor allem dann zu empfehlen, wenn die Kleinen schon ordentlich mit dem Wasser spielen.
  • Am Anfang sollte das Baby nur in klarem Wasser gebadet werden: Seifen oder Schaumbäder trocknen die empfindliche Babyhaut sonst aus! Lediglich bei trockener Haut ist etwas Muttermilch mit Olivenöl im Badewasser zu empfehlen. Erst nach 6 bis 8 Wochen sind Waschlotionen mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6 oder rückfettende Babypflege-Öle zu empfehlen.
  • Fülle die Wanne bis zur Hälfte mit körperwarmem Wasser (36 bis 37 Grad Celsius). Achtung: Niemals heißes Wasser nachlaufen lassen, da Verbrühungsgefahr besteht! Am besten testest du die Wassertemperatur mit einem Thermometer! Die Schmerzwahrnehmung findet bei Babys verzögert statt, sodass sie nicht sofort auf zu heißes Wasser reagieren können.
  • Achte auch darauf, dass die Zimmertemperatur angenehm warm ist und mindestens 23 Grad Celsius hat. Vermeide Zugluft! Auch den Wickelbereich für später kannst du z. B. mit einer Wärmelampe vorheizen.
  • Lege ein Badetuch mit Kapuze zum Abtrocknen und für später eine Windel bereit. Optimalerweise wärmst du das Handtuch etwas auf der Heizung vor.

Baby baden: So geht‘s

Säubern

  • Säubere dein Baby im Windelbereich vor dem Baden, andernfalls verteilt sich sonst alles im Badewasser! Oft mögen Babys auch kein direktes Wasser im Gesicht: In dem Fall säuberst du das Gesicht zuvor mit einem feuchten Waschlappen.

Waschen

  • Wenn du dein Baby in die Wanne setzt, musst du es jederzeit gut festhalten! Gerade wenn die Kleinen schon etwas größer werden, können sie manchmal sehr wendig sein. Halte dein Baby immer gut fest, sodass es auf keinen Fall mit dem Kopf unter Wasser sinkt. Vermeide hektische Bewegungen. Ruhig und sanft gelingt das Baden am besten!
  • Grundlegend gilt beim Baden von Babys: Lasse dein Kind nie unbeaufsichtigt! Deshalb ist es so wichtig, bereits vorher Handtuch etc. zurechtzulegen. Solltest du doch das Handtuch vergessen haben, nimm dein Baby aus der Wanne heraus und bringe es zum Handtuch. Am Anfang kann es daher gut sein, wenn zwei Personen beim Baden anwesend sind und sich unterstützen. Achte außerdem darauf, dass das Baby nicht aus Versehen an den Wasserhebel gelangen kann. Sicherheitshalber kannst du den Hebel auf Kalt stellen.
  • Die Griffe zum Baden von Babys zeigt dir deine Hebamme. Bedenke, dass ein Arm immer den Kopf- und Schulterbereich sowie oberen Rückenbereich stützt. Mit der anderen Hand hältst du das Gesäß des Kindes. Du kannst das Baby auch in Bauchlage baden – achte hier besonders darauf, dass der Kopf immer über Wasser bleibt. Lasse das Baby langsam ins Wasser hineingleiten (mit den Füßen zuerst), sodass es keinen Schreck bekommt.
  • Wasche es sanft mit einem Waschlappen am ganzen Körper und auch zwischen den Hautfalten, Zehen, Fingern und hinter den Ohren. Am Schluss reinigst du den Genitalbereich.
  • Den Kopf solltest du zuletzt waschen, da das Baby sich mit nassem Haar sonst schnell verkühlen kann.
  • Tipp: Ist das Baby vor dem Wasser verunsichert oder zeigt Angst, kann es helfen, etwas zu singen oder fröhlich zu erzählen.

Herausheben

  • Wenn du dem Badewasser etwas Öl hinzugefügt hast, bedenke, dass die Haut beim Herausheben etwas rutschig sein kann. Beim Herausheben ist es daher erneut wichtig, Kopf, Nacken und Popo zu stützen und das Baby mit den Fingern an einem Arm und Oberschenkel zu umfassen.

Trocknen

  • Wickele dein Baby direkt nach dem Bad in ein großes Handtuch ein und tupfe es sanft, aber gründlich überall trocken. Achte auf alle Hautfalten und die Zwischenräume zwischen den Zehen und Fingern sowie unter den Achseln und hinter den Ohren.
  • Die Haut kannst du danach mit etwas Babyöl oder einer milden Baby-Lotion pflegen.
  • Anschließend steht das Wickeln an: Achte auch hier darauf, dass der Platz angenehm warm ist, damit sich das Baby nicht erkältet.

Du interessierst dich für weitere Themen rund um Baby und Kleinkinder? Dein Baby weint im Schlaf – dann lies hier, was das zu bedeuten hat. Was beim Zähne putzen beim Baby wichtig ist, erklären wir hier. Wie Kinder Nase putzen lernen, erfährst du hier. 

Du möchtest dich mit anderen Eltern über Kindererziehung austauschen, dann schaue doch mal in unsere Brigitte Community.

CE
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-MOM-Newsletter

MOM-Newsletter

Mit unserem Newsletter erfährst du alles über die neuesten Online-Beiträge und verpasst keine MOM-Ausgabe!