So viele Mütter wünschten, sie hätten ihrem Kind einen anderen Namen gegeben!

Huch!? Fast jede fünfte Mutter in Großbritannien bereut die Namenswahl für ihr Kind. Geht euch das ähnlich?

Fast jede fünfte Mutter würde ihrem Kind heute einen anderen Namen geben, wenn sie nochmal die Wahl hätte. Das ergab eine Umfrage von „Mumsnet“, Großbritanniens größtem Eltern-Netzwerk im Internet.

Baby mit Brokkoli

Es geht nicht um die Kevins und Brittanys ...

Bei den häufigsten Fehlgriffen in Großbritannien geht es nicht etwa um die berüchtigten Kevins und Brittanys, sondern um scheinbar unkritische Namen wie Charlotte, Amelia, Anne, Daniel, Jacob, James und Thomas.

Auch verwunderlich: Von den 245 Müttern, die ihre Namenswahl im Nachhinein bedauern, gaben die meisten an, dass sie spätestens mit Beginn des Kindergartens wussten, dass sie die falsche Wahl getroffen hatten. Manche wussten das sogar schon vor der Geburt ihres Kindes.

Warum bereuen Mütter ihre Wahl?

Der häufigste Grund, warum Mütter ihre Entscheidung bedauern, ist, dass der Name sich im Nachhinein als zu populär erwies und viele andere Kinder genau gleich hießen (25 Prozent). Andere beklagten, dass „er sich einfach nicht richtig anfühle“. Jede fünfte sagte, dass sie den Namen nie wirklich mochte, sondern dazu gedrängt wurde (wir vermuten mal: vom Kindsvater).

Gut zehn Prozent der Mütter sagte, dass der Name schlicht nicht zum Kind passe. Elf Prozent gab an, dass ihr Kind Probleme mit der Aussprache oder dem Buchstabieren ihres Namens hätten. Andere bereuten ihre Namenswahl, weil sie die daraus resultierenden Spitznamen oder die Verniedlichungsformen nicht mochten. 

Eine Mutter sagte, dass der Name ihres Kindes von einer Terrororganisation benutzt wurde, nachdem sie ihr Kind geboren hatte, eine andere beklagte, dass ihr Kind seinen Namen hasse und sie sich aus diesem Grund schlecht fühle. Eine weitere Frau sagte lapidar: „Ich habe keine Ahnung, warum ich diesen Namen ausgesucht habe.“ 

"Gute Übung fürs Elternsein"

Die Gründerin von Mumsnet, Justine Roberts, sagte im „Guardian“, dass eine falsche Namenswahl exemplarisch für das Elternsein stehe: “Eine falsche Namenswahl ist in mancher Hinsicht eine großartige Vorbereitung für die Eltern: Sie bemühen sich sehr und recherchieren viel, sie versuchen, es mehreren Leuten gleichzeitig recht zu machen, und am Ende haben sie es falsch gemacht. Der Trost ist, dass die meisten Kinder in ihren Namen hineinwachsen – und die, denen das nicht gelingt, können immer noch auf ihren Zweitnamen oder einen Spitznamen zurückgreifen oder im Extremfall den Namen ändern.”

Der Extremfall scheint aber nicht oft einzutreten: Trotz der ganzen Reue lassen sich nur zwei Prozent der Mütter dazu hinreißen, den Namen ihres Kindes nachträglich zu ändern.

So viele Mütter wünschten, sie hätten ihrem Kind einen anderen Namen gegeben!
Würdet ihr euer Kind heute auch anders nennen?
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