Castingshows gucken? Lasst eure Kinder nicht allein vorm Fernseher!

GNTM, Superstars und Co. schaffen leider oft Vorbilder, die Kinder unsicher machen können. Nicht nur deshalb sollten wir zusammen gucken:

Wenn Topmodels oder Superstars sucht, dann ist das nicht nur witzig und unterhaltsam.

Sondern fast schon Pflichtprogramm, um auf dem Schulhof und in der Clique mitreden zu können. Zum Problem wird es, wenn sich Kinder dann mit den dort gezeigten Idealen und dem Anspruch, die oder der Beste sein zu müssen, identifizieren.

"Wichtig ist, dass Eltern ihr Kind ernst nehmen, wenn es sich mit seiner Persönlichkeit und vor allem mit seinem Aussehen beschäftigt“, betont SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. "Mit Mädchen und Jungen können Eltern über Unterschiede zwischen Medienrealität und eigener Beurteilung sprechen und darüber, keinen falschen Idealen nachzueifern.“

Aber es sitzen auch immer jüngere Kinder vor den Flimmerkisten

Umso wichtiger wird es, das richtig zu begleiten und die Show nicht als "kinderfreie Zeit" zu nutzen, sondern sich daneben und mit den Gedanken unserer Kinder auseinander zu setzen. Schließlich hören sie dort immer wieder, dass ihre TV-Vorbilder hübscher, schlanker, schlauer sein sollen – eben oft einfach nicht gut genug wären.

Die Kampagne "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht" zeigt ganz deutlich: "Emotionen und Spektakel gehören ebenso zum Sendungskonzept wie die Inszenierung bestimmter Stereotypen – eine ist zum Beispiel die Zicke, eine die Labile, eine die Verträumte. Von den Kandidatinnen wird in der Regel eine bedingungslose Anpassung an Anforderungen erwartet, die an die Grenzen des Zumutbaren gehen."

Die Experten haben für uns 5 Tipps für den Umgang mit falschen Körper- und Rollenbildern zusammen gefasst:

Eltern sollten

  1. Gründe, warum Casting-Shows Kinder faszinieren, ernst nehmen.
  2. jüngeren Kindern altersgerechte Alternativen anbieten.
  3. mit älteren Kindern TV-Formate gemeinsam schauen und besprechen.
  4. den Kindern verdeutlichen, dass für Selbstbewusstsein und Ausstrahlung die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper wichtiger ist als ein „perfekter“ Körper.
  5. gemeinsam die Vermarktung von Schönheitsidealen in den Medien untersuchen und bewerten.

Außerdem sei es wichtig, im Auge zu behalten was Kinder sich auch auf den gängigen Social-Media-Kanälen anschauen. Dort arbeiten Influencer oft sehr unterhaltsam mithilfe von Werbepartnern am eigenen Ideal und auch das kann für Kinder schnell alltagsbestimmend werden.

"Kinder können natürlich versuchen, gesünder und bewusster zu leben und sich dazu auch im Internet inspirieren lassen", meint Kristin Langer. "Es muss aber in einem Rahmen bleiben, der nicht gesundheitsgefährdend ist."

Und das heißt im Klartext auch: Grundschulkinder sollten nur eine Sendung pro Tag schauen, Kinder unter zehn Jahren nicht allein im Internet surfen.

Und Castingshows gucken macht doch mit der ganzen Familie sowieso viel mehr Spaß!

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Mädchen vorm Fernseher mit Fernbedienung
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