Eileiterschwangerschaft: Symptome und Behandlung

Eine Eileiterschwangerschaft ist schwer zu erkennen und kann ganz plötzlich lebensgefährlich werden. Daran erkennst du sie: 



Was ist eine Eileiterschwangerschaft (ELSS)?

Ärzte sprechen von einer ELSS oder Tubargravidität, wenn sich die befruchtete Eizelle (Zygote) nicht in der Wand der Gebärmutter, sondern im Eileiter einnistet. Das passiert, laut Statistik, bei einer von 150 Schwangerschaften. Normalerweise wandert die Eizelle 5 Tage durch den Eileiter und beginnt dann am sechsten Tag mit der Einnistung. Gründe, weshalb das nicht in der Gebärmutter stattfindet, können Verwachsungen und Verklebungen des Eileiters (durch Endometriose etwa) oder sogenannte funktionelle Störungen sein.

Genau wie eine Schwangerschaft in der Bauchhöhle, dem Eierstock oder im Gebärmutterhals nennt man Eileiterschwangerschaften auch Extrauteringravidität oder extrauterine bzw. ektope Schwangerschaft. Bei diesen Schwangerschaften, nistet sich die Zygote außerhalb der Gebärmutter ein (ektop und extrauterin = außerhalb des Uterus). Oft bleibt das anfangs unbemerkt.

Wie wird eine sogenannte Tubargravidität erkannt?

Um Krankheiten mit ähnlichen Symptomen auszuschließen, müssen einige Untersuchungen durchgeführt werden. Die Patientin wird außerdem äußerlich und innerlich am Unterbauch abgetastet und es werden Ultraschalluntersuchungen gemacht. Bei den bildgebenden Untersuchungen kann eine gesunde Schwangerschaft in der Gebärmutter festgestellt werden. Eine frühe Eileiterschwangerschaft und der noch kleine Embryo dagegen sind sehr schwer in den Tuben (Eileiter) zu sehen.

Das Schwangerschaftshormon HCG regelmäßig kontrollieren lassen!

Natürlich muss festgestellt werden, ob die Patientin schwanger ist. Es werden dazu Schwangerschaftstests mit Urin und durch Blutabnahme gemacht. Bei einer intakten Schwangerschaft steigt das Schwangerschaftshormon HCG sehr schnell an. Deshalb ist bei Unsicherheit über die Art der Schwangerschaft eine langfristige Beobachtung der HCG-Konzentration im Blutserum notwendig. Eine nicht intakte oder ektope Schwangerschaft fällt nämlich auch durch einen kaum steigenden oder sogar plötzlich fallenden HCG-Wert auf.

Eine ausführliche Anamnese (Betrachten der Krankheitsgeschichte) ist notwendig, um gegebene Risikofaktoren für eine ELSS zu identifizieren. Das können Operationen im Unterleib ebenso sein, wie vorangegangene Fehleinnistungen, Erkrankungen oder Verwachsungen.

Das sind mögliche Symptome einer Eileiterschwangerschaft:

  • Positiver Schwangerschaftstest
  • Ziehen oder Stechen im Unterbauch, ggf.
  • Schmerzen
  • einseitig.
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Brustspannen
  • Blutungen (aber keine Periode)

Anfangs oft unbemerkt

Zu Beginn dieser Form der Extrauteringravidität entwickelt sich der Embryo im Eileiter normal. Meistens enden Eileiterschwangerschaften aber vor Ende des dritten Monats der Schwangerschaft, durch Platzmangel und ungenügende Versorgung. Es kommt zum Abgang mit Blutungen.

Eine Eileiterschwangerschaft kann schnell lebensgefährlich werden!

Deshalb bei Verdacht auf eine Schwangerschaft immer einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen. Auf die Symptome hören und Schmerzen und Blutungen nicht ignorieren. Reißt der Eilleiter (Eileiterruptur), drohen lebensbedrohliche Einblutungen in die Bauchhöhle. Im Zweifel muss sofort eine Bauchspiegelung gemacht werden.  

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf frauenaerzte-im-netz.de

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Eileiterschwangerschaft: Daran erkennst du sie

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