Mutter wirbt für "Windelfrei"-Methode: Anstatt zu wickeln, hält sie ihr Baby übers Waschbecken!

Cindy Lever hält nichts von Babywindeln. Die Australierin wirbt für die sogenannte Elimination Communication – sprich, Säuglingen von vornherein beizubringen, wie und wo sie ihr Geschäft verrichten sollen.

Gepostet von Cindy Lever am Donnerstag, 20. April 2017

"Ich bin in der Toilette eines Cafés, zusammen mit meinem Mann. Mein zwei Wochen altes Baby macht Kacka in die Toilette und mein armer Ehemann wischt auf, was nicht in der Schüssel gelandet ist." Klingt wie ein Malheur, weil nicht schnell genug eine Windel zur Hand war? Keineswegs. Die Aktion, die die Australierin Cindy Lever schildert, war geplant – und in ihrer Familie Alltag.

Denn Lever setzt auf "Elimination Communication", was auf Deutsch etwa "Ausscheidungskommunikation" bedeutet. In der britischen "Daily Mail" schilderte die Yoga-Lehrerin und Journalistin ihre Erfahrungen damit. Die zweifache Mutter aus dem australischen Bundesstaat Queensland ist überzeugt: Babys brauchen keine Windeln – wenn Eltern richtig mit ihren Kindern kommunizieren. 

Windelfrei dank Zuhören und Kommandos

"Es macht Spaß und macht süchtig und ich liebe, dass es eine noch tiefere Verbindung mit meinem Baby ermöglicht", schreibt Lever. Ihre Technik, auch "Windelfrei-Methode" genannt, basiert auf der Annahme, dass Kinder ihre Körperfunktionen bereits im Säuglingsalter kommunizieren können – und das auch tun. Eltern müssten die Signale nur richtig deuten und umgekehrt ihren Kindern entsprechende Reaktionen zurückgeben.

Gepostet von Cindy Lever am Donnerstag, 22. Juni 2017

Wer richtig aufpasse, könne demnach sehr wohl unterscheiden, ob der Nachwuchs gerade Hunger habe, müde sei oder eben auf die Toilette müsse, sagt Lever: "Ich nutze dafür eine Kombination aus gesundem Menschenverstand, Instinkt, Timing und meinem Baby zuhören." So bringe sie ihre Tochter Chloe etwa immer dann zur Toilette, wenn diese aufwache, oder kurz nach dem Füttern. Strampelt und quiekt ihre Tochter in der Nacht, schnappt sich Lever das Baby und hält es über das Waschbecken – wo das Kind ihrer Schilderung zufolge meist gähnt und dann zu pinkeln beginnt.

Über dem Waschbecken hält die Mutter ihre Tochter so, dass sie sich im Spiegel sehen kann. "Dazu sage ich 'Pipi' und mache das Geräusch 'Psssss', damit sie darauf trainiert wird, dann zur Toilette zu gehen. Beim großen Geschäft sage ich 'Kacka'", berichtet Lever. Freilich klappe ihre Methode aber nicht immer, räumt die Australierin ein: "Oft, wenn ich es falsch verstehe und wir einen Unfall haben, liegt es daran, dass ich nicht richtig zugehört habe." 

Untrainiert soll der Instinkt verloren gehen

Prinzipiell sei es aber für jedermann und jedes Kind möglich, ohne Windeln auszukommen – so wie im Fall ihrer Tochter Chloe bereits zwei Wochen nach der Geburt. Levers Gedanke: Auch Kinder wollen sich nicht einnässen, genauso wenig wie Erwachsene dies schön fänden. Babys gewöhnten sich lediglich daran, in Windeln gewickelt zu werden – ihrem natürlichen Bedürfnis entspreche das jedoch nicht. Elimination Communication sei demnach in vielen Kulturen verbreitet, nur im westlichen Raum verloren gegangen. Beachtet werden müsse dabei allerdings, dass Kinder ihren Instinkt zum natürlichen Signalisieren des Pipi- oder Stuhlgangs-Bedürfnisses im Alter von etwa sechs Monaten verlieren, wenn man diesen ignoriere, so Lever. 

Gepostet von Cindy Lever am Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ihr Mann war von der Idee der Australierin übrigens zunächst nicht gerade begeistert. Er habe sich dann aber von ihrem Enthusiasmus anstecken lassen, erzählt die Yoga-Lehrerin, "nachdem er ein paar Mal beobachtet hat, wie ich unser Baby über das Waschbecken gehalten und sie gebeten habe, zu pinkeln": "Er nahm seine neue Erziehungs-Aufgabe an und ist nun genauso süchtig danach wie ich."

Und was meint ihr? Babys von Anfang an ohne Windeln großziehen – kann das klappen?

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Keine Windeln: Mutter mit Baby
"Windelfrei"-Methode: Diese Mutter wickelt ihr Kind nicht, sondern …

Cindy Lever hält nichts von Babywindeln. Die Australierin wirbt für die sogenannte Elimination Communication – sprich, Säuglingen von vornherein beizubringen, wie und wo sie ihr Geschäft verrichten sollen.

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