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Besser trösten 5 Sätze, die ein weinendes Kind von euch braucht

Einfach mal hemmungslos weinen: Wenn Mama oder Papa trösten, ist das für Kinder auch eine wichtige Erfahrung
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Ein weinendes Kind sucht instinktiv Trost bei Eltern oder nahestehenden Erwachsenen - im Video seht ihr, mit welchen Sätzen ihr die Tränen schnell wieder trocknen könnt!

Egal, wie glücklich sämtliche Kinder auf Facebook und Instagram wirken: Eltern wissen natürlich ganz genau, dass keine Kindheit der Welt komplett ohne Schmerz, Wut und Tränen auskommt. Ein Heranwachsen, in dem diese Gefühle nicht ausgelebt werden, würde vermutlich auch keine stabile und gesunde Persönlichkeit hervorbringen - und doch zerreißt es einem natürlich oft das Herz, wenn ein Kind einfach nicht mehr aufhören kann zu weinen und dringend Trost braucht.

Lieber lassen: "Hör mal auf zu weinen!"

Meistens wissen Eltern auch ziemlich genau, wie sie ihr Kind wieder beruhigen und trösten können. Und doch müssen sich viel zu viele Kinder immer noch häufig Sätze von Erwachsenen anhören, nach denen sie sich kein Stück besser fühlen. Im Gegenteil: Manche Formulierungen setzen sich so fest, dass sie sogar Schaden anrichten können, der ein Leben lang vorhalten kann. "Hör auf zu weinen!" ist so ein Kommando, das bevorzugt Jungen zu hören kriegen, wenn die Tränen fließen. Das mag dem Erwachsenen, der es als "Trost" verwendet, in der Situation total passend vorkommen (oder als guter Konter für das "Druckmittel", mit dem das Kind "erpressen" will) - aber so eine harsche Abweisung wird nicht gerade gut für Bindung und Vertrauensverhältnis sein, egal in welcher Situation.

Lieber lassen: "Stell dich nicht so an!"

Und ja, es stimmt: Natürlich setzen Kinder manchmal ihre Tränen auch als gezieltes Druckmittel ein, um ihren Willen durchzusetzen. Wenn Erwachsene das tun, ist es eine kalkulierte Strategie und Manipulation - bei Kindern ist das ein völlig normaler Teil des Heranwachsens und  ein Test, wie viel Einfluss man wirklich auf Erwachsene hat. Kaltherzige Ablehnung und demonstratives Abwimmeln gewinnen dann vielleicht den Machtkampf aber senden auch ein fatales Signal an das Kind aus.

Besser: "Ich bin hier - erzähl, was los ist!"

Denn egal, warum das Kind weint - es achtet auf jeden Fall sehr genau darauf, wie ihr mit ihm umgeht. Und da macht ihr mit einer liebevollen Reaktion nie etwas falsch (auch, wenn ihr in der Situtation trotzdem kein Eis kaufen werdet, wie das Kind vielleicht unter Tränen fordert). Wichtig ist vor allem, dass Kinder merken: Ihr hört ihnen zu und nehmt ihren Schmerz ernst. Ein verlorener Sticker ist für euch eine Kleinigkeit, für das traurige Kind ist durch diesen Verlust vielleicht wirklich eine kleine Welt zusammengebrochen. Daher ist der beste Trost immer noch eine Mischung aus Zuhören, Verständnis zeigen und, wenn das Kind sich etwas beruhigt hat, vielleicht gemeinsam nach einer Lösung suchen. Im Video seht ihr ein paar gute Beispielsätze, die sofort das Gefühl vermitteln, dass euer Kind bei euch geborgen ist und sicher unterstützt wird.

heh Brigitte

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