Fluorid in Schwangerschaft macht Kinder dümmer

Eine neue Studie zeigt: Hat die Mutter während der Schwangerschaft einen hohen Fluorid-Spiegel, dann hemmt das die Gehirnentwicklung beim Kind.

Worum geht's hier?

Um einen umstrittenen Stoff: Fluorid. Das sind Salze, die aus dem Gas Fluor gewonnen werden. Während Fluor hochgiftig ist, ist Fluorid nur in großen Mengen gefährlich. Es kommt überall in der Natur vor, auch in unserem Körper. Fluoride sind in den meisten Zahnpasten enthalten, weil sie nachweislich gegen Karies wirken. Außerdem gibt es Mineralwasser, das mit Fluorid versetzt ist oder auch Speisesalze.

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Kann Fluorid Kindern schaden?

Bislang war der wissenschaftliche Stand: Nein, solange die Kinder den Stoff nicht übermäßig zu sich nehmen. Also etwa löffelweise fluoridhaltige Zahnpasta schlucken. 

Allerdings zeigt eine neue Studie aus Mexiko nun, dass das Spurenelement in der Schwangerschaft durchaus langfristige Folgen für das Kind hat. Dafür wurden 1.000 Schwangere und ihre Kinder untersucht – zum Zeitpunkt der Schwangerschaft und sechs bis zwölf Jahre später.

Welche Folgen hat Fluorid für das ungeborene Kind?

Die Studie zeigt: Wenn die Mutter in der Schwangerschaft einen hohen Fluorid-Spiegel in Körper hat, entwickelt sich das Gehirn des ungeborenen Kindes schlechter. 

Dieser Einfluss ist offenbar noch jahrelang deutlich nachweisbar: Im Schulalter hatten diese Kinder einen auffällig niedrigeren IQ als Kinder, deren Mütter nicht viel Fluorid im Blut hatten. Insgesamt lagen laut MDR sechs IQ-Punkte zwischen der höchsten und der niedrigsten Fluoridkonzentration.

"Niedriges Fluorid ist günstig fürs Gehirn, hohes hemmt die Entwicklung."

Das folgert der Bochumer Endokrinologe Helmut Schatz, der die Studie begutachtet hat.

Die Gefahr durch das Fluorid bestehe fürs Kind jedoch nur während der Schwangerschaft, so Schatz. Danach könne und solle es durchaus fluoridhaltige Zahnpasta verwenden, um die Zähne zu schützen.

Was bedeutet das für Schwangere?

Normalerweise nehmen wir in Deutschland nur sehr wenig Fluorid auf. Schwangere sollten hier allerdings etwas vorsichtiger sein. Endokrinologe Helmut Schatz rät laut MDR.de:

"Frauen sollten in der Schwangerschaft auf keinen Fall Fluortabletten nehmen. Wenn man sich die Zähne mit fluorhaltiger Zahnpasta putzt, wird die Menge so gering sein, dass bei der Schwangeren wahrscheinlich kaum etwas passieren wird. Es sei denn, sie trinkt Unmengen mit Fluor versetztes Sprudelwasser: Das geht zum Teil auf bis zu vier, fünf Milligramm pro Liter hinauf."

Schatz rät grundsätzlich davon ab, fluoridhaltige Lebensmittel und Getränke zu sich zu nehmen – das gelte für Kinder wie auch für Erwachsene. 


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miro
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