Stiftung Warentest: Viele Buntstifte und Tinten sind giftig

Zum Schul­anfang hat Stiftung Warentest Stifte und Tinten auf Schadstoffe untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend: Jedes dritte Set fiel durch.

Es wurden krebserregende und allergene Substanzen gefunden

Glitzer, Herzchen und bunte Bilder: Malstifte sind nicht nur verpackt wie Spielzeug, Kinder behandeln sie auch so. Sie knabbern an ihnen herum, bemalen Hände und Arme, lecken an der Mine oder klecksen mit Tinte.

Kaum ein Kind käme auf die Idee, sich die Farben sofort abzuwaschen. Kein Problem, solange Minen, Lack und Tinte keine Schadstoffe enthalten. Aber was, wenn doch?

Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat jetzt gezeigt: Viele Stifte und Tinten enthalten Stoffe, die Krebs erzeugen oder im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Bei den Tinten bestand nur eine einzige Patrone den Schadstofftest. Die übrigen fünf enthalten Konservierungsmittel, die Allergien auslösen können.

Die Tinten

Im Schadstofftest wurden nur die königsblauen Tintenpatronen von Schneider mit „sehr gut“ bewertet. Diese fünf bekamen wegen ihres hohen Schadstoffgehalts die Note "mangelhaft":

  • Herlitz: Tintenpatronen königsblau
  • Kreuzer: Tintenpatronen königsblau
  • Lamy: T10, blau löschbar
  • Online: Rollerball-Tintenpatronen königsblau
  • Pelikan: 4001 Tintenpatronen TP76 königsblau

Die Buntstifte

Bei den Buntstiften fielen fünf komplett durch, weil polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) im Lack steckten – gefährliche Substanzen, die nicht absichtlich zugesetzt werden, sondern aus Verunreinigungen stammen. Ein guter Grund, seinen Kindern das Stifte knabbern abzugewöhnen.

Diese fünf bekamen die Note „mangelhaft“:

  • Rossmann: Schreibwelt Dreikant-Farbstifte
  • Tedi: Kids Buntstifte
  • Müller: Buntstift-Set
  • Staedtler: Noris Club Buntstifte
  • Lami: Plus Farbstifte

Die Filzstifte

Bei den Filzstiften sah es etwas besser aus: Immerhin konnten sechs Fasermaler mit „sehr gut“ bewertet werden. Diese beiden fielen mit der Note "mangelhaft" durch:

  • Idena: Fasermaler
  • Bic Kids: Visa Fasermaler

Beim Einkaufen also besser darauf achten, die genannten Stifte zu meiden. Roman Schukies von der Stiftung Warentest rät außerdem: Farben und Tinte sollten nach dem Malen nicht auf der Haut bleiben. „Achten Sie am besten darauf, dass sich Ihre Kinder nach dem Malen die Hände waschen.“


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Giftige Stifte können Kindern schaden
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Zum Schul­anfang hat Stiftung Warentest Stifte und Tinten auf Schadstoffe untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend: Jedes dritte Set fiel durch.

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