Winter ist Kerzenzeit - wie wir Kinder vor Verbrennungen schützen

An dunklen und kalten Tagen wärmen wir uns gern mit heißen Getränken, machen den Kamin und Kerzen an. Doch all das kann ganz schnell zur Gefahr für Kinder werden. 

Blitzschnell reißen die Kleinsten ihre Ärmchen Richtung Tasse hoch oder greifen nach dem funkelnden Feuer: Kleine Kinder wissen noch nicht, dass Mamas Tee, der Kakao vom großen Bruder oder der Kamin brennend heiß sind. Genauso verlockend ist es für sie, am Kabel des Wasserkochers zu ziehen und den Wasserhahn aufzudrehen. Vor allem Kerzen, mit dem ganzen weihnachtlichen Glitzer, üben jetzt eine fast magische Anziehungskraft aus. 

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Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können wir schlimme Verbrennungen vermeiden:

  • Klar, aber trotzdem immer wieder in Erinnerung rufen: Kinder nie unbeaufsichtigt mit offenem Feuer lassen.
  • Erreichbare Kerzen gegen batteriebetriebene Attrappen austauschen.
  • Mit der Warnung vor Feuer kann man gar nicht früh genug anfangen: Also auch schon kleinsten Kindern immer wieder erklären, dass Kerzen heiß und kein Spielzeug sind. Später kann das gemeinsame Anzünden und der Umgang mit dem Feuer geübt werden.
  • Keine heißen Getränke über Kinder reichen oder mit Kindern auf dem Schoß trinken. Notärzte warnen immer wieder: Eine Tasse verbrüht bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes.
  • Lieber auf Tischdecken verzichten, solange Kinder sehr klein sind.
  • Hintere Herdplatten benutzen und dafür sorgen, dass das Kind nicht während des Kochens um die Beine krabbelt.
  • Wasserhähne nach dem Aufdrehen immer kalt durchlaufen lassen: So kann das Kind sich nicht am heißen Metall oder dem nachlaufenden heißen Wasser verbrühen.
  • Offene Feuer mit Barrieren schützen: Kamin- und Herdschutzgitter, Herdschutz-Knöpfe
  • Badewasser und aufgewärmte, gerührte Nahrung immer genau auf Temperatur auf eigener Haut testen.
  • Glühbirnen auf Hitzeentwicklung überprüfen und gegebenenfalls tauschen.
  • Bügeleisen nicht in Reichweite von Kindern nutzen. Die glänzende Unterseite lockt zum Anfassen, das Kabel zum Ziehen und die Kleinen wollen eben alles nachmachen.

Generell gilt: Macht euch immer wieder bewusst, dass all diese funkelnden und wärmenden Dinge, die Mama und Papa anscheinend ganz gern mögen, Krabbel- und Erforschungsziel unserer Kinder sind. Und geht dann selbst vorbildlich damit um.

Und wenn dann doch etwas passiert? Vor allem erstmal kühlen!

Am besten sofort und unter laufendem Wasser. Aber bitte nur bei kleineren Verbrennungen länger runterkühlen, da Kinderkörper auch schnell zu sehr auskühlen und sich das auf den Kreißlauf auswirken kann.

Experten raten auch, frisch verletzte Kinder nicht aus den Augen zu lassen, sie könnten unter Schock stehen. Bei größeren Verletzungen sofort Hilfe rufen. Handelt es sich um Heißwasser-Verbrennungen, hilft es, die Kleidung aufzuschneiden und vorsichtig zu entfernen. Und natürlich beruhigen und ganz viel trösten.

Schützende Hinweise und Erste-Hilfe-Maßnahmen findet ihr auch auf: Verbrennungsmedizin.de und Drk.de

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