Hohe Verletzungsgefahr: Stiftung Warentest warnt vor diesem Kindersitz

Der Hersteller bewirbt den "Mifold Grab-and-Go" als platzsparend und praktisch. Leider schützt er das Kind aber gar nicht, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Wie praktisch wäre es, wenn man einen Autokindersitz einfach zusammenfalten und in die Hosentasche stecken könnte? Das dachte sich Jon Sumroy, der Gründer von Mifold. Er hat den Mifold Grab-and-Go erfunden und konnte dank Crowdfunding 2016 in die Produktion gehen. 

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Inzwischen kann man das Leichtgewicht (ca. 762 Gramm) auch in Deutschland kaufen, zum Beispiel über Amazon. Der Hersteller bezeichnet ihn als "den fortschrittlichsten und kompaktesten Kindersitz aller Zeiten".


Doch taugt der Mifold Grab-and-Go auch etwas?

Stiftung Warentest hat den Kindersitz geprüft. Neben der Handhabung ("fummelig") wurden auch mehrere Crashtests durchgeführt. Und hier schnitt der Mifold eindeutig "mangelhaft" ab.


Zwar ist der Kindersitz, der nur aus einem flachen, faltbaren Sitzkissen und Gurten besteht, offiziell für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren zugelassen. Er erfüllt die europäische Sicher­heits­norm ECE-R 44. Doch für diese ist laut Stiftung Warentest nicht relevant, ob 

Gurte schneiden in den Körper ein

Doch Sicherheit bietet er kaum: Seitlich ist das Kind nicht geschützt bei einem Unfall, bemängelten Tester. Und bei einem Auffahrunfall würden die Gurte vor allem am Hals stark einschneiden, so dass es zu Verletzungen kommen kann. 

Kurz: Wer sein Kind schützen will, sollte nicht zu diesem Autokindersitz greifen. Zwar ist der Mifold wirklich sehr platzsparend, wie dieser Vergleich zeigt:


Aber der Schutz des Kindes sollte bei Autofahrten immer Vorrang haben. Gute Kindersitze, die bequem und sicher sind, stellt Stiftung Warentest zum Beispiel hier vor.


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miro
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