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3 Fragen und Antworten zum Kindspech

Kindspech: Neugeborenes in Windel
© CreativeAngela / Shutterstock
Was ist das Kindspech, ist es schmerzhaft und riecht es unangenehm? Das und mehr klären wir hier. 

In der ersten Zeit mit Baby ist alles neu, nicht nur für die frischgebackenen Eltern, sondern selbstverständlich auch für das Neugeborene. Kannte es vorher nur Mamas Bauch, muss es sich nun an die neue Umgebung gewöhnen. Neben den vielen ungewohnten Sinneseindrücken tritt bei ihm außerdem das sogenannte Kindspech auf. Was vielleicht erstmal beängstigend klingt, ist es überhaupt nicht. Was hinter dem Begriff steckt, erklären wir hier.

Das ist Kindspech

Kindspech, medizinisch Mekonium, nennt man den ersten Stuhl des Neugeborenen. Es besteht aus Lanugohaaren, Hautzellen, Fruchtwasser und Körpersekreten. Bereits in der Schwangerschaft ab der 13. Woche (13. SSW) fängt es an sich im Darm des Kindes zu sammeln. Beim Ausscheiden weist es eine grünliche oder schwarze Farbe auf – hat also Ähnlichkeit mit Pech oder Teer. Die Konsistenz ist zäh, was dazu führt, dass es sich nicht so leicht wegputzen lässt. In dem Fall unterstützt Öl bei der sanften Reinigung.

Wann?

Das Kindspech wird innerhalb der ersten beiden Tage nach der Geburt ausgeschieden. Es sollte bis spätestens zum vierten Tag abgegangen sein, andernfalls ist ärztlicher Rat einzuholen, da unter Umständen ein Darmverschluss oder eine Engstelle im Darm vorliegt.

Riecht Kindspech?

Das Mekonium ist geruchslos.

Hat das Baby Schmerzen?

Das Ausscheiden des Kindspechs kann bei dem Neugeborenen Bauchweh verursachen. Stillen hilft dem Neugeborenen jedoch beim Abgang des Kindspechs, denn die erste Muttermilch bzw. Vormilch (Kolostrum), die gebildet wird, unterstützt nicht nur das Immunsystem des Babys, sondern wirkt auch abführend.

Kindspech im Fruchtwasser

Es kommt vor, dass das Kindspech bereits vor Geburt ausgeschieden wird und sich dadurch das Fruchtwasser grün färbt. Die frühzeitige Ausscheidung kann z. B. eintreten, wenn der Geburtstermin überschritten wurde oder der Geburtsverlauf lang und schwierig ist. Die Gefahr: Das Baby könnte das grüne Fruchtwasser einatmen, was wiederum zu Atemnot führen kann. Aber: Solche Notfälle kommen eher selten vor. Hier erfährst du mehr über grünes Fruchtwasser.

Was passiert nach dem Mekonium?

Mit dem Ausscheiden des Kindspechs und der Aufnahme der Nahrung, ändern sich sowohl Beschaffenheit, Farbe als auch der Geruch des Stuhlgangs. Die Konsistenz und der Geruch hängen auch stark davon ab, ob das Baby gestillt oder mit der Flasche ernährt wird. Auch wie häufig ein Baby Stuhlgang hat, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. In den ersten Wochen kann es nach fast jeder Mahlzeit, also mehrmals am Tag, Stuhlgang haben. Möglicherweise hat das Kind danach auch nur alle paar Tage eine volle Windel. 

Die ersten Babyjahre sind aufregend! Dabei tauchen auch viele Fragen auf – in der BRIGITTE Community kannst du dich mit anderen austauschen. 


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