Arrgh, die Krätze ist wieder da!

Nach Läusen, Würmern und Flöhen bringen unsere Kinder jetzt auch noch die Krätze mit nach Hause. 

Krätze
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Die lieben Kleinen scheinen Parasiten ja geradezu magisch anzuziehen. Als da wären: Läuse, Flöhe, Würmer, Zecken ... und neuerdings auch wieder Kratzmilben, die für die juckende Hautkrankheit Krätze verantwortlich sind.

Anders als Läuse und Würmer war die Krätze lange kein Thema mehr in Deutschland. Doch nun gibt es eine Häufung von Krätze-Fällen. Der „Berufsverband der deutschen Dermatologen“ spricht von spürbar mehr Meldungen durch Hautärzte.

Wo breitet sich die Krätze aus?

Vor allen in bevölkerungsreichen Ländern wie NRW gehen die Zahlen aktuell ordentlich hoch, auch im Norden Deutschlands, etwa in Schleswig-Holstein, steigt die Zahl der Ansteckungen.

Wie steckt man sich an?

Die Krankheit verbreitet sich durch längeren Hautkontakt. Ein kurzer Händedruck etwa reicht nicht aus, um sich zu infizieren. Verursacher der Krätze sind winzige Parasiten, sogenannte Krätzmilben, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sie graben sich in die menschliche Haut und legen dort Eier und Abfallprodukte ab. Das löst einen starken Juckreiz aus, der zum Kratzen verleitet - daher auch der Name der Krankheit. Das Jucken beginnt frühestens zwei Wochen nach der Infektion. 

Die Krätze (medizinisch „Scabies“) verbreitet sich vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind. Deshalb stecken sich vor allem Kinder in Kitas und Schulen und Erwachsene in Altenheimen und Krankenhäusern an.

Was tun, wenn es uns erwischt?

Ähnlich wie bei Läusebefall müssen Kleidung, Handtücher und Bettwäsche täglich gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Stofftiere oder Kissen, die nicht gewaschen werden können, müssen eine Woche lang luftdicht in einer Plastiktüte verpackt werden. Polster und Matratzen sollten täglich abgesaugt werden.

Die gute Nachricht: Wird die richtige Diagnose gestellt und das passende Medikament verabreicht, geht schon nach einem Tag keine Ansteckungsgefahr mehr vom Patienten aus.

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