Lakritz in der Schwangerschaft: Vorsicht, es kann dem Baby schaden!

Gummibärchen, Chips, Schoki und Co.: Fiese Heißhungerattacken kennt jede Schwangere. Doch bei Lakritz in der Schwangerschaft solltest du vorsichtig sein. Der regelmäßige Verzehr kann für dein Baby schädlich sein. 

Bei der Ernährung in der Schwangerschaft gibt es einiges zu beachten. Während du einige Nahrungsmittel besser komplett meiden solltest, ist der Genuss von Lakritz in Maßen vollkommen ok. Wenn du dir die ein oder andere Schnecke auch schon während der Schwangerschaft hast schmecken lassen, ist das völlig in Ordnung. Dennoch solltest du darauf achten, dass du nicht regelmäßig größere Mengen davon zu dir nimmst, solange du noch schwanger bist. Denn Lakritz enthält einen Stoff, der deinem Baby auch langfristig schaden kann.

Lakritz in der Schwangerschaft: Deshalb solltest du lieber darauf verzichten

Es schmeckt lecker und der in Lakritz enthaltene Saft der Süßholzwurzel ist ein echtes Naturtalent unter den Hausmittelchen. Er wirkt nämlich nicht nur schleimlösend bei Erkältungen, sondern hilft auch bei Magenbeschwerden. Doch eben dieser Wirkstoff namens Glycyrrhizin kann sich in der Schwangerschaft negativ auf die Entwicklung deines ungeborenen Babys auswirken, wie eine Langzeitstudie aus Finnland belegt. Demnach fielen Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft pro Woche mehr als 100 Gramm Lakritz verzehrten, später durch Verhaltens- und Konzentrationsprobleme auf.

Warum ist Lakritz in der Schwangerschaft ungesund?

Glycyrrhizin beeinträchtigt die schützende Barrierefunktion der Plazenta. Diese Schutzfunktion sorgt dafür, dass schädliche Stoffe – wie beispielsweise das Stresshormon Cortisol – gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen zu deinem Baby gelangen können. Isst du nun zu viel Lakritz während deiner Schwangerschaft, kann diese Barriere der Plazenta außer Kraft gesetzt werden und dein Baby ist erhöhten Mengen des Stresshormons ausgesetzt. Das wiederum kann sowohl die körperliche als auch kognitive Entwicklung des Babys beeinflussen. Auch wenn es hart ist, den Schwangerschaftsgelüsten zu widerstehen: Zu viel Lakritz kann dein Kind nachhaltig schädigen!

Welche Schäden kann Lakritz in der Schwangerschaft verursachen?

Das Forschungsteam um Katri Räikkönen von der Universität von Helsinki fand heraus, dass sowohl die Gedächtnisleistung als auch die Intelligenz der Kinder und Jugendlichen von Müttern, die während ihrer Schwangerschaft viel Lakritz zu sich genommen hatten, in Intelligenztests im Durchschnitt um bis zu sieben IQ-Punkte schlechter abschnitten. 

Weitere Folgen bei Kindern: 

  • Konzentrationsprobleme
  • eingeschränkter Wortschatz
  • erhöhtes Aggressionspotenzial
  • schlechtes räumliches Vorstellungsvermögen
  • verfrühte Pubertät bei Mädchen
  • dreimal höheres Risiko für ADHS

Wie viel Lakritz in der Schwangerschaft ist ok?

Bei ein bis zwei Lakritz-Schnecken musst du dir noch keine Gedanken um dein Baby machen. Riskant wird Lakritz laut der Forscher erst ab einer Menge von etwa 250 g bzw. 500 mg Glycyrrhizin pro Woche. Dennoch sollten 100 g Lakritz pro Woche bestenfalls nicht überschritten werden. Dann bist du auf der sicheren Seite und musst nicht komplett auf dein heiß geliebtes Lakritz verzichten. Umgerechnet heißt das: Eine halbe Tüte Lakritz kannst du dir in etwa pro Woche unbedenklich schmecken lassen. 

Du fragst dich, ob du Frischkäse in der Schwangerschaft essen darfst oder was es mit Listerien in der Schwangerschaft auf sich hat? Auf BRIGITTE.de findest du viele nützliche Infos rund um Schwangerschaft, Baby und Geburt. 

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