Mathe lernen: Diese 6 Tipps können euren Kindern helfen

Mathe sitzt im Zug und der Zug ist abgefahren – und zwar sowas von? Erzählt das niemals eurem Kind. Was bei Kindern mit Matheproblemen wirklich hilft.

Mathematik ist bei vielen Kindern (und Eltern) ein ziemlicher Außenseiter. Ignorieren geht aber auch nicht. Das führt dazu, dass es das meist nachgefragteste Nachhilfefach ist und jedes zehnte Kind richtig Angst davor hat. Wenn dadurch auch noch echte Schulprobleme entstehen, muss etwas getan werden.

Soviel vorweg: Schon mit der richtigen Haltung und ein paar frischen Lernideen kann aus dem Outsider ein echter Anführer werden.

Wir haben den Online-Lernspezialisten scoyo gebeten, für euch hilfreiche Tipps zusammenzustellen, die eurem Kind beim Mathelernen helfen können.

Mathe lernen - 6 Tipps für Eltern von Mathemuffeln:

1. Zeigt eine positive Haltung

Verschiedene Studien zeigen: Die Haltung des Umfeldes zur Mathematik übt einen großen Einfluss auf die Haltung der Kinder dazu aus. Das gilt für Eltern ebenso wie für Lehrer. Prof. Dr. Silke Ladel, Didaktik-Professorin für Mathematik, sagt dazu: "Das Schlimmste, was man seinem Kind antun kann, ist zu sagen 'Ich habe Mathe schon immer gehasst'.“

Gerade in Deutschland ist die allgemeine gesellschaftliche Meinung so negativ gegenüber Mathe, dass es geradezu zu einem Angst- und Problemfach heraufbeschworen wird. Zeigt selbst also eine positive Haltung gegenüber Mathe. Und wenn’s sein muss: Zähne zusammenbeißen, nett lächeln und winken.

2. Get rid of stereotypes

Mädchen können Mathe (mindestens) genauso gut wie Jungs! Richtig coole Vorbilder fallen einem da spontan aber auch nicht ein. Vielleicht das Hacker-Ass Lisbeth Salander aus der Millenium-Triologie von Stieg Larsson (eher tauglich für Mädchen ab 14 Jahren – hmpf). Weit und breit wenig positive Rollenbilder verfügbar.

Das muss sich ändern. Denn viele Bildungsstudien zeigen immer wieder: Zu Beginn der Schulkarriere gibt es kaum Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen was die Rechenfähigkeiten anbelangt. Diese entstehen erst mit der Zeit und nach Meinung vieler Forscher vor allem durch gesellschaftliche Einflüsse und Vorurteile.

Deshalb von Anfang Mädchen wie Jungen die Faszination Mathe nahebringen – zum Beispiel mit Filmen wie „A beautiful mind“ oder „Die Entdeckung der Unendlichkeit“.

3. Zeigt die Alltagsrelevanz von Mathe

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Das gilt auch für Mathe. Deshalb, Mathe im Alltag spielerisch aufstöbern, zum Beispiel beim Einkaufen Preise zusammenrechnen und Wechselgeld überprüfen, Äpfel, Bananen und Co abwiegen und Preis schon vorher überschlagen, Back-/ Kochanweisungen richtig ausführen (1/8 Liter Wasser), ... Oder den Weg zu den Großeltern, der Schule oder einem guten Freund auf dem Tablet eingeben und unterschiedliche Wegalternativen heraussuchen, dann Zeit- und Wegunterschiede ausrechnen lassen.

4. Schafft Erfolgserlebnisse

Wenn ein Kind bereits Angst vor Mathe hat, ist es enorm wichtig, die Ursachen zu finden. Denn wer Angst vor Mathe hat, gerät schnell in einen Teufelskreis: Die Angst stört die Konzentration und Prozesse im Gehirn, was zu schlechten Leistungen führt, was wiederum zu noch mehr Angst führt, noch schlechteren Leistungen und immer so weiter.

Deshalb: Arbeitet am besten mit Kind und LehrerIn gemeinsam an Schwächen und vor allem Stärken eures Kindes. Da kann es schon hilfreich sein, wenn Eltern ihre Kinder darin unterstützen, Themen individuell zu erlernen – viele Vorteile bieten Online-Lernprogramme in diesem Zusammenhang. Der Stoff wird dabei auf spielerische Weise entdeckt, das verbessert die Verständnis und stärkt das Selbstbewusstsein. Und die Angst verfliegt fast von alleine.

5. Erarbeitet einen Lern- und Themenplan

Oft macht ein Thema besonders Angst, wenn es so groß wirkt, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll (kennen wir ja selbst). Sehr hilfreich kann es deshalb sein, den Lernstoff in kleine Häppchen zu teilen und sich kleinschrittige Ziele setzen.

6. Bestimmt, welcher Lerntyp euer Kind ist und verwendet passende Materialien

Jeder Mensch lernt anders. Wer früh herausfindet, zu welchem Lerntyp er gehört, lernt leichter und effektiver. Das gilt besonders für Mathematik, da sich abstrakte Zusammenhänge so besser einprägen. Einen hilfreichen Test zum Herausfinden des eigenen Lerntyps findet ihr hier.

Kreative Hilfsmittel für den visuellen Lerntypen:

Kreative Hilfsmittel für den auditiven Lerntypen:

  • Mathe gibt es auch als Musik, zum Beispiel das 1x1 in gesungener Form .
  • Selbst etwas zum Hören aufzunehmen macht dabei gleich doppelt Spaß (und hat den ähnlichen Effekt, wie das Schreiben von Spickzetteln: Was selbst zusammengefasst ist, sitzt garantiert - Medienkompetenztraining inklusive ☺).

Kreative Hilfsmittel für den motorischen Lerntypen:

  • Nachahmen: Winkel mit dem Körper machen oder einfache Formen wie beim Gummitwist mit Gummibändern oder Schnüren darstellen, entweder im Kleinen an den Händen oder in der Gruppe, mit einem Gummitwist-Band.
  • Abschreiten: Abfolgen wie das 1x1 oder Primzahlen lassen sich gut mit Bewegungen verknüpfen, zum Beispiel beim Treppensteigen oder beim Durchschreiten eines Raumes.

Kreative Hilfsmittel für den kommunikativen Lerntypen:

  • Frage-Antwort-Spiele wie ein Interview oder ein Mathe-Quiz können sehr gut mit Geschwistern, Eltern oder auch Mitschülern gespielt werden
  • Besonders Textaufgaben lassen sich wunderbar als eine kleine Geschichte erzählen, mit Figuren oder Personen nachspielen oder sogar filmen. Das geht wunderbar alleine oder auch in der Gruppe.

Info

scoyo ist eine Online-Lernplattform für Kinder, die von Bildungsexperten entwickelt wurde. Schüler der 1. bis 7. Klasse lernen hier spielerisch in Zeichentrickwelten die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie, Physik, Chemie und Kunst. Die Lehrpläne werden individuell angepasst und Eltern können über einen separaten Zugang den Lernfortschritt ihrer Kinder nachverfolgen. Mehr erfahrt ihr unter www.scoyo.com.

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