Sensation! Baby wird Schwangeren entnommen, operiert und wieder eingesetzt

Eine Frau ist schwanger, bei ihrem Ungeborenen wird eine Fehlbildung festgestellt. Was tun? Ärzte entnehmen das Baby aus ihrem Bauch, operieren es und setzen es ihr wieder ein. Der Eingriff ist geglückt.

Die schwangere Bethan Simpson erhielt eine grauenvolle Nachricht: Ihr Ungeborenes leidet an der sogenannten Spina bifida, einer Neuralrohrfehlbildung. Wer an dieser Krankheit leidet, ist körperlich beeinträchtigt: von Schwierigkeiten beim Gehen bis hin zur Querschnittslähmung.

Die Fehlbildung fiel beim Feinultraschall im Rahmen der Pränataldiagnostik in der 20. Schwangerschaftswoche auf. Die Britin aus Maldon (Essex, England) hörte sich die schockierenden Möglichkeiten der Ärzte an: Will sie ihre Tochter abtreiben? Oder will sie eine neue Operationsmethode ausprobieren, die allerdings noch lange nicht routiniert betrieben wird?

Bethan entschied sich dafür, eine der ersten Mütter Großbritanniens zu werden, die sich der vierstündigen Fetal-Operation unterziehen. Zum Zeitpunkt der Operation am 8. Januar 2019 im Great Ormond Street Hospital war das Ungeborene gerade einmal 24 Wochen alt – also außerhalb der Mutter nicht überlebensfähig.

Der Eingriff kann die Spina bifida nicht komplett heilen. "Es ist kein Heilmittel", sagte der Neurochirurg Dominic Thompson gegenüber dem Sender "BBC", "Es gibt jedoch eindeutige Beweise dafür, dass die Aussichten durch eine frühzeitige Operation viel besser sind."

Bei einer Fetal-Operation wird der Bauch der Mutter unter Narkose geöffnet und das Baby herausgenommen. Das Rückenmark, welches bei der Spina bifida gespalten ist, wird operativ "zugenäht", das Baby anschließend wieder im Bauch der Mutter verstaut.

Bethan sagte gegenüber "BBC": "Nach der OP konnte ich fühlen, wie sie sich bewegte. Es war beruhigend, den ersten Tritt nach der Narkose zu spüren." Sie werde nie die Worte ihres Neurochirurgen Dominic Thompson nach der Operation vergessen: "Er sagte zu mir: 'Ich habe ihr Baby in der Hand gehalten.'" Ihre Tochter Eloise soll nun im April zur Welt kommen.

Die 26-Jährige ist gerade einmal die vierte Frau in Großbritannien, die sich dieser vorgeburtlichen Operation unterzog. Etwas verbreiteter sind diese OPs in den USA und in Belgien. Die erste Operation dieser Art wurde im Jahr 1981 von Michael Harrison durchgeführt.

Bethan postete auf ihrer Facebook-Seite ein Statement: "Ich spüre jeden Tag auf's Neue, wie sie mich tritt. Sie ist extra speziell. Sie ist Teil der Geschichte und unsere Tochter hat gezeigt, wie sehr sie es verdient hat zu leben." Etwa 80 Prozent der ungeborenen Babys in Großbritannien, bei denen Spina bifida diagnostiziert wird, werden abgetrieben. Bethan Simpsons Tochter gehört nicht dazu.

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