So viel würdest du verdienen, wenn "Mutter" ein anerkannter Beruf wäre

Dass Muttersein ein Vollzeit-Job ist, der viel zu wenig Anerkennung erhält, wissen wir. Aber wie viel Gehalt würde uns dafür eigentlich genau zustehen? Das Portal "Star Of Service" hat das jetzt geklärt.

Klar, es gibt keinen schöneren, bedeutenderen und größeren Lohn auf dieser Welt als das eigene Kind. Diese niedlichen Füßchen, sein erstes Auf-Den-Bauch-Drehen, das selbst gebastelte Geschenk zum Muttertag – das sind alles Freuden, die mit Geld nicht aufzuwiegen sind. Und trotzdem: Was von Müttern erwartet und wie mit ihnen in unserer Gesellschaft umgegangen wird, ist ungerecht.

Mal ehrlich: Wer sich entscheidet, Vollzeit-Mama zu sein und den Beruf aufzugeben, muss sich in eine Abhängigkeit begeben – und wird meist kritisiert. Wer dagegen arbeiten UND Mutter sein will, muss sich oft jahrelang fast zerreißen – und wird meist kritisiert. So oder so bringen Mütter Höchstleistungen, ohne dafür gebührend anerkannt geschweige denn finanziell entlohnt zu werden. Und dann machen sie es, wie sie's auch machen, gefühlt (!) auch noch falsch.

Diese Dienstleistungen erbringt eine Mutter

Nun aber hat das Online-Portal für Dienstleistungen "Star Of Service" einmal aufgeschlüsselt, welche Jobs eine Mutter so jeden Tag für lau erledigt und was ihre Arbeit wert wäre, wenn unsere Gesellschaft sie tatsächlich honorierte. So viel vorweg: Den Zweitjob könnten sich Mütter definitiv sparen ...

Starten wir mit dem Offensichtlichen: Dem Haushalt. Für diesen Bereich berechnete das Portal folgende Dienstleistungen (Angabe pro Woche):

  • zwei Stunden Aufräumen
  • eine Stunde Kochen
  • zwei Stunden Garten- und Balkonarbeit
  • zehn Stunden Putzen
  • zwei Stunden Bügeln, Einrichten und Dekorieren
  • Plus: Bei Müttern von Babys und Kleinkindern Vollzeit-Nanny-Job

Außerdem legte "Star Of Service" seinen Berechnungen auch noch diese Tätigkeiten zugrunde:

  • fünf Stunden Beratung und Life Coaching
  • anderthalb Stunden Paarberatung
  • fünf Stunden Finanzplanung und Terminkoordinierung
  • drei Stunden Psychologische Betreuung
  • fünf Stunden Fahrdienste und Kinderbetreuung bei Ausflügen
  • zwei Stunden Hausaufgabenhilfe

Auf Grundlage dieser Dienstleistungen kam das Portal für eine "Mutter aus dem Branchenbuch" auf ein Jahresgehalt von knapp 72.000 Euro, also rund 6.000 Euro im Monat (ohne Urlaubsanspruch oder Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld zu berücksichtigen).

Muttersein ist ein Life-Time-Job

Wer jetzt aber mal durchgezählt hat, dem wird auffallen, dass "Star Of Service" das Muttersein tatsächlich als durchschnittlichen Beruf abgebildet hat: Die Auflistung ergibt eine Gesamtarbeitszeit von 38,5 Stunden pro Woche (ohne Nanny-Job). Darüber kann jede Mutter natürlich nur herzhaft lachen, denn das hieße ja, dass wir als Mütter knapp 130 Stunden pro Woche für Schlaf und unsere Freizeit hätten (schön wär's).

Was nämlich zu all den vielleicht berechenbaren Tätigkeiten hinzu kommt: Muttersein ist ein Life-Time-Job, kein Vollzeit-Job. Außerdem sind Wert und Nutzen, die Mütter in unsere Gesellschaft einbringen, natürlich unverhältnismäßig viel bedeutender als bei den meisten herkömmlichen Berufen. Insofern wären diese 6000 Euro Mutter-Gehalt im Monat tatsächlich extrem knauserig angelegt – aber sie wären immerhin mal ein Anfang ... 

 

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Mutter als Beruf: Eine Schwangere mit einem Kleinkind auf dem Arm
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