6 erstaunliche Dinge, die man mit einer Plazenta machen kann

Das Geschäft um die Plazenta boomt. Nicht nur viele Hebammen, auch Promi-Mütter schwören neuerdings auf die Kräfte des Mutterkuchens. Mit erstaunlich kreativen Ideen - seht selbst!

Die Plazenta ist schon ein abgefahrenes Organ. Neun Monate lang arbeitet sie voller Power für das wachsende Leben im Mutterleib. Produziert in der Schwangerschaft wichtige Hormone, versorgt das Kind mit Nährstoffen, schützt es vor Giften und entsorgt Abfallprodukte des kindlichen Stoffwechsels. Kein Wunder, dass um den Mutterkuchen seit Jahrhunderten Mythen ranken und dass ihr besondere Kräfte zugeschrieben werden.

Wolke Hegenbarth: Stillfoto

Der Hype erfasst neuerdings auch viele Prominente: Kim Kardashian, das deutsche Model Monica Ivancan oder Sido-Gattin Charlotte Würdig haben zum Beispiel Pillen aus ihrer Plazenta machen lassen, die angeblich den Babyblues verhindert.

Wissenschaftlich haltbar ist davon zwar bislang nichts - vor dem Verspeisen der Plazenta warnen Ärzte sogar, weil sie Giftstoffe enthält.

Aber das hält Mütter trotzdem nicht vom Plazenta-Kult ab. Viele schätzen die Rituale als eine schöne Möglichkeit, die Phase der Schwangerschaft zu beenden und sie in guter Erinnerung zu halten.

Und warum auch nicht? Es ist ihr Körper und ihre Plazenta. Allerdings muss man sich auch bewusst machen, dass viele Unternehmen mit ihren Angeboten vor allem eines im Sinn haben: mit dem Mutterkuchen Geld zu verdienen.

Hier sind einige Beispiele von beliebten und skurrilen Plazenta-Ritualen:

1. Die Plazenta-Pille

Ein Supertrend nicht nur unter prominenten Müttern ist die Plazenta als Pille. Dafür werden die Organe zunächst gekocht, dann getrocknet und zu Pulver verarbeitet. Entweder wird das Pulver direkt in die Pille gegeben oder es werden wie bei Model Monica Ivancan homöopathische Globuli daraus hergestellt. Die Kügelchen geben viele Mütter auch ihren Säuglingen. Es gibt im Netz Anleitungen, wie man die Pulver selbst herstellen kann oder man überlässt das (gegen Geld) professionellen Plazenta-Zubereitern.

Und was bringt das? Angeblich sollen die Inhaltsstoffe der Plazenta die Milchbildung der Mutter fördern, vor dem Babyblues schützen, die Rückbildung vorantreiben und das Baby vor Krankheiten schützen.

2. Die Plazenta-Mahlzeit

Den Mutterkuchen, wörtlich nehmen? Das gibt es natürlich auch, im Netz kursieren einige Rezepte für gekochte Plazenta-Menüs. Die Plazenta-Köche verteidigen ihr umstrittenes Ritual damit, dass alle Säugetiere ihre Plazenta nach der Geburt auffressen würden. Also sei es von der Natur so gewollt. Uns gefällt da schon eher die moderne Variante, die Plazenta als Smoothie. Prost!

3. Der Plazenta-Schmuck

Wem das Essen der Plazenta zu eklig ist, der kann sie sich auch um den Hals hängen. Diese Künstlerin arbeitet in ihre Schmuckstücke Plazenta-Pulver der Mutter ein, als Andenken an die Geburt.

4. Der Lebensbaum

Ein uralter Brauch ist es, die Plazenta als ganzes Organ im heimischen Garten zu vergraben und nach Wunsch auch noch einen Baum darauf zu pflanzen. Er steht symbolisch für das Leben des Kindes. Wer keinen Garten hat, kann natürlich auch einen Kübel nehmen, wie auf diesem Bild.

5. Die Plazenta-Kunst

Einen stabilen Magen braucht man für dieses kreative Ritual: Um der Plazenta zu ehren, machen Mütter oder beauftragte Künstler mit den frischen, blutigen Organen Abdrücke auf Papier. Diese kann man auf Wunsch dann auch noch ausgestalten, bunt anmalen und verzieren und dann im Rahmen an die Wand hängen. Bei Instagram gibt es unter dem Hashtag #placentaart über 1.000 Einträge!

6. Fotosession

Wer nicht malen will, kann natürlich auch einfach ein Foto machen. Beliebt ist es dabei, aus der Nabelschnur das Wort "Love" zu formen. Lovely!

miro
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