Darum sollten wir auch mit Teenagern zuhause bleiben – nicht nur mit Kleinkindern

Eine Studie zeigt, dass Kinder in der Pubertät von der Anwesenheit ihrer Eltern profitieren. Mehr sogar als Kleinkinder.

Worum geht es hier?

Um die Frage, über die Eltern, Pädagogen und alle möglichen anderen Leute, die ihren Senf dazu geben wollen, seit Jahren streiten: Wie viel Zeit sollten Mütter und Väter mit ihren Kindern verbringen? Bei einer Langzeit-Studie aus den USA haben Forscher interessante Erkenntnisse gewonnen. 

Hm. Je mehr Zeit, desto besser für die Kinder?

Nicht unbedingt! Bei der Gruppe der 3- bis 11-Jährigen hatte die mit den Eltern verbrachte Zeit gar keinen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder – weder auf ihr Verhalten, ihre Emotionen, noch auf ihren Bildungsgrad. Viel wichtiger als die Anzahl der Stunden, die Mama oder Papa mit ihnen verbringen, sei der soziale Status auf diese Faktoren. Anders hingegen sieht es bei den Teenagern aus. Hier spielt gemeinsame Zeit durchaus eine Rolle.

Erstaunlich – denkt man doch, dass Pubertierende sich gar nicht mehr für ihre Eltern interessieren!

Die Wissenschaftler waren auch überrascht. Doch ihre Studienergebnisse zeigen deutlich, dass Kinder ab 12 Jahren sehr davon profitieren, wenn ihre Eltern viel Zeit mit ihnen verbringen.

Welche Vorteile hat es für die Teenies?

Zum einen geraten sie seltener auf die schiefe Bahn: Jugendliche, die mehr Zeit mit ihren Eltern verbrachten, neigen laut der Studie seltener zu Straftaten. Aber auch ihre schulischen Leistungen profitieren: Sie haben bessere Noten und ein besseres Benehmen.


Und was ist nun das Fazit der Forscher?

Dass uns Normen und Erwartungen mal wieder in eine völlig falsche Richtung lenken. Es sei absurd, dass den Müttern von jüngeren Kindern so viel Druck gemacht werde, möglichst viel Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen. "Die Jugendlichen hingegen werden völlig außer Acht gelassen, dabei ist das offenbar ein Schlüsselalter, was den Einfluss der Eltern betrifft", so die Autoren. Und wenn man selbst mal daran zurückdenkt, wie unsicher und haltlos man sich als Teenie gefühlt hat, ist das eigentlich auch logisch.

Okay – also her mit der Elternzeit für die Teenie-Phase!

Genau! Das würde sehr viel Druck von den Schultern der Eltern nehmen.

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